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quälten ſich noch zwei Stunden mit den beſchwerlichen und gefähr⸗ lichen Schluchten des Hochlandes ab, ohne irgend einen betretenen Weg, und ohne einen andern Führer, als den Mond, der am Himmel hinwanderte und bald in die vorbeijagenden Wolken tauchte, bald in dem ſchönſten Glanze ſtrahlte. Endlich gelangten ſie zu einem Punkte, wo das Gebirg ſich zu einem ranhen, unebenen Hügellande abdachte, und die unwirthlichen, unfruchtbaren Felſen machten jetzt dem freilich unvollkommen angebauten Striche des ſo genannten neutralen Grundes Platz.
Der Hauſtrer beobachtete von nun an eine größere Vorſicht und bediente ſich verſchiedener Maßregeln, um ein Zuſammentreffen mit den hin und her ziehenden amerikaniſchen Truppenabtheilungen zu vermeiden. Mit den ſtehenden Poſten war er zu vertraut, um un⸗ verhofft auf einen derſelben zu ſtoßen, und ſo wand er ſich denn durch die Hügel und Thäler, wobei er mit einer faſt inſtinktartigen Sicherheit ſich bald auf der Landſtraße hielt, bald von ihr abbeugte. Es war nichts Claſtiſches in ſeinem Tritte, aber dennoch glitt er mit weiten Schritten und vorwärts gebeugtem Körper über die Ebene hin, ohne daß es ihn anzuſtrengen oder zu ermüden ſchien.
Der Mond war untergegangen und im Oſten begann bereits ein ſchwaches Licht aufzudämmern. Kapitän Wharton wagte es, von Müdigkeit zu reden und zu fragen, ob ſie ſich noch nicht in einem Theile des Landes befänden, wo ſie mit Sicherheit in einem der Maierhöfe einſprechen könnten.
„Sehen Sie!“ ſagte der Hauſirer, indem er auf einen Hügel nicht weit hinter ihnen deutete;„bemerken Sie nicht dort einen Mann, der auf der Spitze jenes Felſens auf und ab geht? Drehen Sie ſich noch mehr, dort in derſelben Richtung mit dem dämmern⸗ den Himmel.— Nun, ſehen Sie, wie er ſich bewegt? Er ſcheint aufmerkſam nach einem Punkte in Oſten hinzublicken. Das iſt eine königliche Schildwache. Zweihundert Reguläre liegen an dem Berge und ſchlafen ohne Zweifel in ihren Waffen.“
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