„Harper.“ „Herr Harper,“ entgegnete der andere, mit der förmlichen Beſtimmtheit jener Zeit;„ich habe die Ehre, auf Ihre Geſundheit zu trinken, und hoffe, daß Ihnen der Regen, welchem Sie ausge⸗ ſetzt waren, keinen Nachtheil bringen wird.“
Herr Harper beantwortete dieſe Höflichkeit mit einer ſchweigen⸗ den Verbeugung, und verſank bald wieder in das Nachſinnen, in welchem er geſtört worden war, und für das der lange Ritt, wel⸗ chen er an dieſem Tag in Wind und Wetter gemacht hatte, als ein natürlicher Entſchuldigungsgrund gelten mochte.
Die jungen Damen hatten ihre Sitze an dem Arbeitstiſche wieder eingenommen, während ihre Tante, Miß Jeanette Peyton, ſich entfernte, um die nöthigen Vorkehrungen zu Befriedigung des Appetits ihres unerwarteten Gaſtes zu beaufſichtigen. Es herrſchte eine kurze Stille, während welcher Herr Harper ſich ſeiner nun⸗ mehrigen behaglichen Lage zu erfreuen ſchien; bald aber unterbrach ſie Herr Wharton auf's Neue mit der Frage, ob vielleicht der Ta⸗ hakrauch ſeinem Gefährten unangenehm ſey, und als er eine ver⸗ neinende Antwort erhielt, griff er ſogleich wieder nach der Pfeife, welche er beim Eintritt des Reiſenden bei Seite gelegt hatte.
Es war augenſcheinlich, daß der Wirth ein Geſpräch anzu⸗ knüpfen wünſchte; doch zögerte er einige Male— ſey es, daß er fürchtete, einen gefährlichen Boden zu betreten ,oder weil er die wohl abſichtliche Schweigſamkeit ſeines Gaſtes nicht ſtören wollte— bis er ſich eine weitere Bemerkung erlaubte. Endlich ermuthigte ihn eine Bewegung von Seite Herrn Harper's, welcher ſeine Augen über die Geſellſchaft im Zimmer gleiten ließ, fortzufahren.
„Ich finde es ſehr ſchwer,“ ſagte Herr Wharton, indem er Anfangs vorſichtig die Gegenſtände vermied, welche er zur Sprache bringen wollte—„mir die Sorte Tabak für meinen Abendzeitvertreib zu verſchaffen, an welche ich gewöhnt bin.“


