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geſehen hat. Ach! da liegen ſie Seite an Seite, und ihnen iſt wohl! Aber wer wird einſt da ſeyn, um meine Gebeine in die Erde zu legen, wann meine Zeit kömmt?“
„Wenn dieſe unglückliche Stunde eintritt, Natty, ſo wird es Euch an Freunden nicht fehlen, die Euch dieſen letzten Dienſt leiſten,“ ſprach Oliver, etwas ergriffen von dem Selbſtgeſpräch des Jägers.
Der alte Mann wandte ſich um, ohne eine Ueberraſchung an den Tag zu legen, denn er hatte ſich in dieſer Beziehung ganz nach den Gewohnheiten der Indianer gebildet, und während er mit der Hand unter ſeiner Naſe wegfuhr, ſchien er zugleich jede Spur von Kummer weg zu wiſchen.
„Ihr ſeyd gekommen, um die Gräber zu beſuchen, Kinder— nicht wahr?“ ſagte er.„Nun, nun, es iſt ein heilſamer Anblick für Alt und Jung.“
„Ich hoffe, ſie ſind nach Eurem Geſchmack,“ verſetzte Effing⸗ ham.„Niemand hat ein beſſeres Recht, in der Sache zu Rathe gezogen zu werden, als Ihr.“ 1
„Je nun, da ich nicht ſonderlich an den Anblick ſchöner Gräber gewohnt bin,“ entgegnete der alte Mann,„ſo kommt mein Geſchmack wenig in Betracht. Sie haben doch den Kopf des Majors nach Weſten und den von Mohegan nach Oſten legen laſſen?“
„Es iſt Eurem Wunſche gemäß ſo gehalten worden.“
„Dann iſt's recht,“ erwiederte der Jäger;„ſie meinten, ſie hätten verſchiedene Wege zu gehen, Kinder, obgleich es Einen gibt, der über Allen ſteht, der ſeiner Zeit die Gerechten zuſammen brin⸗ gen wird, der auch die Haut des Mohren bleichen und ihn auf Eine Höhe mit Fürſten ſtellen kann.“
„Es iſt kein Grund vorhanden, dieß zu bezweifeln,“ verſetzte Eliſabeth, die ihren frühern entſchiedenen Ton in einen weichen, wehmüthigen umgewandelt hatte.„Ich lebe der zuverſichtlichen Hoffnung, daß wir uns alle wieder ſehen und glücklich ſeyn werden.“
„Werden wir das, werden wir das, Kind?“ rief der Jäger,


