Druckschrift 
Die Ansiedler an den Quellen des Susquehanna : ein Zeitgemälde / von J. F. Cooper. Nach der letzten, vom Verfasser durchges., mit einem neuen Vorw. und mit Noten begleiteten Ausg. übertr. von C. Kolb
Entstehung
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daß mein Vater Dir ſagte, ich hätte ihn beherrſcht und ich würde auch Dich beherrſchen. Ich bin nun im Begriffe, von meiner Ge⸗ walt Gebrauch zu machen.“

„Du ſollſt ganz Deinen Willen haben, liebe Eliſabeth, nur nicht da, wo es auf unſer Aller Unkoſten und auf Unkoſten Dei⸗ ner Freundin geſchieht.“

„Wie kannſt Du wiſſen, daß ich meine Freundin dadurch zu beeinträchtigen wünſche?“ ſprach die Dame, indem ſie ihre Augen mit einem ſpähenden Blick auf das Antlitz ihres Gatten heftete, ohne jedoch etwas Anderes als den unverdächtigen Ausdruck des Bedauerns darin zu finden.

„Wie ich das wiſſen kann? Je nun, iſt es nicht natürlich, daß ſie uns ſehr vermiſſen würde?“

„Es iſt unſere Pflicht, gegen unſere natürlichen Gefühle anzu⸗ kämpfen,“ erwiederte die Dame;„auch glaube ich, daß wenig Ur⸗ ſache vorhanden iſt, zu beſorgen, Luiſens Geiſt werde ſich nicht dar⸗ ein zu finden wiſſen.“

„Nun, und Dein Plan?“

„Höre, und Du ſollſt alles erfahren. Mein Vater hat für Herrn Grant eine Stelle in einer der Städte am Hudſon ausge⸗ wirkt, wo er mehr nach ſeiner Gemächlichkeit leben kann und nicht durch dieſe Wälder zu wandern braucht; wo er im Stande iſt, den Abend ſeines Lebens in Ruhe und Bequemlichkeit zu verbringen, und wo vielleicht ſeine Tochter Geſellſchaft und Verbindungen trifft, die für ihre Jahre und ihren Charakter paſſen.“

„Beß, Du ſetzeſt mich in Erſtaunen! Ich hätte ſolche Schritte von Dir nicht erwartet.“

„Oh, meine Schritte gehen weiter, als Du Dir denken magſt,“ ſagte Eliſabeth mit einem ſchalkhaften Lächeln.„Es iſt aber ein⸗ mal mein Wille, und ſo kömmt es Dir zu, Dich zu unterwerfen — vorderhand wenigſtens.“