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Die Ansiedler an den Quellen des Susquehanna : ein Zeitgemälde / von J. F. Cooper. Nach der letzten, vom Verfasser durchges., mit einem neuen Vorw. und mit Noten begleiteten Ausg. übertr. von C. Kolb
Entstehung
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„Du? Ah, vermuthlich etwas im Intereſſe meines alten Freun⸗ des Natty?“

„Für Natty wird allerdings geſorgt werden; aber wir haben noch andere Freunde außer Lederſtrumpf, die unſerer Dienſte be⸗ dürfen. Haſt Du Luiſens und ihres Vaters vergeſſen?“

„Nicht doch; habe ich dem guten Geiſtlichen nicht eine der beſten Meiereien des Bezirks gegeben? Was Luiſe anbelangt, ſo möͤchte ich ſie immer in unſerer Nähe haben.“

„Wirklich?“ erwiederte Eliſabeth, ihre Lippen leicht zuſammen drückend.„Aber die arme Luiſe hat wohl andere Abſichten; ſie wünſcht vielleicht meinem Beiſpiele zu folgen und zu heirathen.“

„Das glaube ich kaum,“ erwiederte Effingham nach einem kurzen Nachdenken.„Ich wüßte in der That nicht, wer in dieſer Gegend für ſie paſſen könnte.“

„Vielleicht in dieſer Gegend nicht; es gibt aber noch andere Orte und andere Kirchen als die neue Sanct Paulskirche.“

„Kirchen, Eliſabeth? Unmöglich kannſt Du Herrn Grant zu verlieren wünſchen; denn ungeachtet ſeiner Einfachheit iſt er ein vortrefflicher Mann: ich werde nie einen zweiten finden, der nur halb ſo viel Achtung vor meiner Rechtgläubigkeit hätte. Willſt Du mich etwa von einem Heiligen zu einem gemeinen Sünder herab demüthigen?“

„Es muß ſeyn, mein Lieber,“ entgegnete die Dame mit einem halb unterdrückten Lächeln,„und ſollteſt Du dabei von einem Engel zu einem gewöhnlichen Menſchen herabſinken.“

„Aber Du vergißt die Meierei?“

„Er kann ſie nach dem Beiſpiele Anderer verpachten. Außer⸗ dem— wäre es wirklich Dein Wunſch, daß ſich ein Geiſtlicher mit Feldarbeit abgäbe?“

„Und wohin ſollte er gehen? Du vergiſſeſt Luiſen.“

„Nein, ich vergeſſe Luiſen nicht,“ verſetzte Eliſabeth, abermals ihre ſchönen Lippen zuſammen drückend.„Du weißt, Effingham,