Euch vor, Herr oder Capitän. Es iſt mir zwar zweifelhaft, ob Ihr den Namen eines anderen Taues kennet, als deſſen, an dem Ihr einſt hängen werdet, dem ungeachtet habt Ihr aber durchaus nicht nöthig, ſo zu ſchreien, als ob Ihr einen tauben Mann auf einer Topſegelraa anbreytet. Ihr moͤgt vielleicht glauben, meinen wahren Namen auf Eurem Schafsfelle zu haben; aber welcher brittiſche Matroſe, der in dieſen Seen ſegelt, würde ſich nicht die Mühe nehmen, für den Nothfall eine falſche Flagge an ſeinem Stern auszuſtecken? Wenn Ihr mich Penquillan heißt, ſo nennt Ihr mich bei dem Namen des Mannes, auf deſſen Grund und Bo⸗ den ich das Tageslicht anthat. Dieſer Mann war ein Gentleman, und das iſt mehr, als je mein ärgſter Feind Einem von der Familie des Benjamin Stubbs nachſagen wird.“
„Gebt mir den Haftbefehl herüber und ich will ein Alias bei⸗ ſetzen,“ rief Hiram aus ſeinem Verſtecke heraus.
„Setzt ein Aas bei, und Ihr habt Euch ſelbſt darin abconter⸗ feyt, Meiſter Thunurwenig,“ brüllte Benjamin, indem er mit großer Beharrlichkeit über das kleine Eiſenrohr wegſchielte.
„Ich gebe Euch nur noch einen Augenblick Bedenkzeit,“ rief Richard.„Benjamin! Benjamin! Einen ſolchen Dank hätte ich von Euch nicht erwartet.“
„Ich ſage Ihnen, Richard Jones,“ entgegnete Natty, der des Sheriffs Einfluß über ſeinen Kameraden fürchtete,„daß wir Pulver genug in der Hoͤhle haben, um den Fels, auf dem Sie ſtehen, in die Luft zu ſprengen, wenn gleich die Büchſe, welche das Mädchen brachte, verloren gieng. Ich will mein Dach abdecken, wenn Sie uns nicht im Frieden laſſen.“
„Es iſt unter der Würde meines Amtes, weiter mit den Ge⸗ fangenen zu parlamentiren,“ bemerkte der Sheriff gegen ſeine Ge⸗ fährten, worauf beide ſich mit ſo großer Haſt zurückzogen, daß Capitain Holliſter dieſelbe irriger Weiſe für das Zeichen zum An⸗ griff hielt.


