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„Lebewohl zu ſagen?“ rief Mabel. „Lebewohl?“ wiederholte Jasper;— es wird: doch nicht Eure Abſicht ſeyn, uns zu verlaſſen?“
„Es iſt das Beſte, Mabel; es iſt gewiß das Beſte, Eau⸗ douce, und auch das Klügſte. Wenn ich blos meinen Gefühlen folgen wollte, ſo könnte ich in eurer Geſellſchaft leben und ſterben; wenn ich aber der Vernunft Gehör gebe; ſo muß ich euch hier verlaſſen. Ihr geht nach Oswego zurück und laßt euch, ſobald ihr dort an⸗ kommt, zuſammengeben! denn alles das iſt bereits mit Meiſter Cap abgemacht, der ſich wieder nach dem Meere ſehnt; er weiß, was geſchehen muß. Ich für meinen Theil aber will wieder in meine Wälder und zu meinem Schöpfer zurückkehren. Kommen Sie, Mabel,“ fuhr der Pfadfinder fort, indem er ſich erhob und unſerer Heldin mit ernſtem Anſtand näher trat—„Küſſen Sie mich; Jasper wird mir dieſen Kuß nicht mißgönnen, denn es gilt den Abſchied.“
„O Pfadfinder!“ rief Mabel, warf ſich in die Arme des Weg⸗ weiſers und küßte ſeine Wangen wieder und wieder mit einer Un⸗ befangenheit und Wärme, welche ſie nicht an den Tag gelegt hatte, als ſie an Jaspers Bruſt ruhte.„Gott ſegne Euch, theuerſter Pfadfinder. Ihr werdet uns ſpäter beſuchen? Wir werden Euch wieder ſehen? Wenn Ihr alt ſeyd, ſo werdet Ihr zu unſerer Woh⸗ nung kommen, und ich darf dann Eure Tochter ſeyn?“
„Ja, das iſt's,“ erwiederte der Wegweiſer, nach Luft ſchnappend; ich will es verſuchen, die Sache in dieſem Licht zu betrachten. Sie ſind geeigneter, meine Tochter, als mein Weib zu ſeyn— ja, ſo iſt es. Lebt wohl, Jasper! Wir wollen nun zu dem Kahn gehen; es iſt Zeit, daß Ihr an Bord kommt.“
Pfadfinder ging ernſt und ruhig voraus, dem Ufer zu. Sobald ſie den Kahn erreicht hatten, faßte er noch einmal Mabels Hände, hielt ſie auf Armes Länge von ſſich, und blickte ihr aufmerkſam ins Antlitz, bis die ungebetenen Thränen aus ſeinen Augen quollen und über ſeine rauhen Wangen in Stroͤmen niederfloßen.


