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Der Pfadfinder oder das Binnenmeer / von J. F. Cooper. Aus dem Engl. von C. Kolb
Entstehung
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zu laſſen;bei ihm iſt der Fall anders. Hinſichtlich der Ver⸗ ſorgung und der Liebe ſindet kein großer Unterſchied zwiſchen uns ſtatt, denn der Junge iſt mäßig, fleißig und ſorgſam. Auch iſt er ſehr unterrichtet, kann franzöſiſch, liest viele Bücher, darunter auch einige, die Sie wie ich weiß, ſelbſt gerne leſen, und kann Sie allezeit verſtehen, was vielleicht mehr iſt, als ich von mir ſelbſt ſagen kann.

Wozu dieß Alles, unterbrach ihn Mabel ungeduldig warum ſprecht Ihr jetzt, warum ſprecht Ihr überhaupt davon?

Dann hat der Junge eine Art, ſeine Gedanken auszudrücken, in der ich es, wie ich fürchte, ihm nie gleich thun kann. Wenn es etwas auf Erden gibt, was meine Zunge kühn und beredt machen kann, Mabel, ſo ſind Sie es, und doch hat Jasper bei unſern letzten Geſprächen auch in dieſem Punkte mich übertroffen, ſo daß ich mich vor mir ſekbſt ſchämen muß. Er ſagte mir, wie einfach, wie red⸗ lich und gütig Sie wären, und wie wenig Sie der Eitelkeiten der Welt achteten; denn obgleich Sie die Gattin von mehr als einem Offizier werden könnten, wie er meint, ſo hielten Sie doch feſt an Ihrem Gefühle, und zögen es vor, ſich ſelbſt und der Natur treu zu bleiben, als nach dem Rang einer Obriſtenfrau zu trachten. Er hat mir in der That das Blut ordentlich warm gemacht, als er von Ihrer Schönheit ſprach, auf die Sie gar nicht einmal zu ſehen ſchienen, und wie Sie ſo natürlich und anmuthsvoll gleich einem jungen Reh dahin ſchritten, ohne es ſelbſt zu wiſſen; dann von der Richtigkeit und Gerechtigkeit Ihrer Gedanken und der Wärme und dem Edelmuth Ihres Herzens

Jasper! unterbrach ihn Mabel und ließ nun ihren Gefühlen,

die um ſo unbezwinglicher zum Ausbruch kamen, je länger ſie niedergedrückt worden waren, den Zügel ſchießen; ſie fiel in die offenen Arme des jungen Mannes und weinte wie ein Kind und faſt eben ſo hilflos an ſeiner Bruſt. Jasper! Jasper! warum habt Ihr mir das verborgen?