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Der Pfadfinder oder das Binnenmeer / von J. F. Cooper. Aus dem Engl. von C. Kolb
Entstehung
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Ihre Tage wahrſcheinlich mit einem Andern und nicht mit ihm hinbringen würden.

Jasper?

Es iſt feierliche Wahrheit, Mabel, und es iſt recht, daß Sie ſie erfahren. Nun ſtehen Sie auf und wählen Sie zwiſchen uns beiden. Ich glaube, Jasper liebt Sie eben ſo ſehr als ich. Er wollte mich zwar bereden, daß ſeine Liebe heißer ſey; ich kann dieß aber nicht zugeben, weil es unmöglich iſt; ich glaube aber, daß der Junge Sie von ganzem Herzen und von ganzer Seele liebt, und er hat daher das Recht, gehört zu werden. Der Sergeant hat mich zu Ihrem Beſchützer, nicht zu Ihrem Tyrannen beſtellt. Ich habe ihm verſprochen, daß ich Ihnen Vater und Gatte ſeyn wolle, und es ſcheint mir, daß kein gefühlvoller Vater ſeinem Kinde dieſes kleine Vorrecht verſagen würde. Stehen Sie daher auf, Mabel, und ſprechen Sie Ihre Gedanken ſo unverholen aus, als ob ich der Sergeant ſelbſt wäre, der nichts anderes als Ihr Beſtes beabſichtigt.

Mabel ließ die Hände ſinken, erhob ſich und ſtand, Angeſicht gegen Angeſicht, ihren beiden Freiern gegenüber, obgleich eine fieberiſche Glut ihre Wangen bedeckte eher eine Wirkung der Aufregung, als der Scham.

Was wollt Ihr von mir, Pfadfinder? fragte ſie;habe ich nicht bereits meinem armen Vater verſprochen, ganz nach Euren Wünſchen zu handeln?

Dann wünſche ich folgendes. Hier ſtehe ich, ein Mann der Wälder und von wenig Wiſſen, obgleich ich fürchte, daß mein Ehr⸗ geiz vielleicht meine Verdienſte überſteigt, und ich will mir Mühe geben, beiden Theilen Gerechtigkeit widerfahren zu laſſen. Für's Erſte iſt es hinſichtlich unſerer Geſinnungen für Sie zugeſtanden, daß wir beide Sie mit gleicher Innigkeit lieben; Jasper meint zwar, daß ſeine Gefühle die tieferen ſeyn müßten, aber ich kann das als ehrlicher Mann nicht zugeben, weil es mir vorkömmt, als