oft die Thränen ins Auge getreten ſeyen, wenn er dachte, daß Sie
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Ihre Stimme zu horchen— würden Sie dann eingewilligt haben, mich zu heirathen?“
Mabel hätte dieſe Frage nicht beantworten können, ſelbſt wenn ſie gewollt hätte; aber obgleich ſie ihr Geſicht mit ihren Händen verhüllte, ſo war doch die Glut des Blutſtromes zwiſchen ihren Fingern ſichtbar und ſelbſt dieſe ſchienen an dem Roth Theil zu nehmen. Die Natur behauptete jedoch ihre Macht; denn einen Augenblick lang warf das beſtürzte, faſt erſchreckte Mädchen einen ver⸗ ſtohlenen Blick auf Jasper, als ob ſie Pfadfinders Erzählung von der Art der Gefühle des jungen Mannes mißtraute, und dieſer Blick ſchloß ihr die ganze Wahrheit auf; ſie verbarg ſchnell das Geſicht wieder, als ob ſie es für immer der Beobachtung ent⸗ ziehen wolle.
„Nehmen Sie ſich Zeit, nachzudenken,“ fuhr der Wegweiſer fort,„denn es iſt eine ernſte Sache, einen Mann zum Gatten an⸗ zunehmen, wenn die Gedanken und Wünſche auf einen Andern ge⸗ richtet ſind. Jasper und ich haben über dieſen Gegenſtand offen, wie zwei alte Freunde geſprochen, und obgleich ich ſtets wußte, daß wir die meiſten Dinge ſo ziemlich mit gleichem Auge betrach⸗ ten, ſo wäre es doch mir nie eingefallen, daß unſere Gedanken über einen Gegenſtand ſo gar die gleichen wären, bis wir uns gegenſeitig unſere Gefühle über Sie mittheilten. Jasper ge⸗ ſteht ein, daß er Sie von der Zeit an, als er Sie das erſtemal er⸗ blickte, für das ſüßeſte und gewinnendſte Weſen hielt, welches er je getroffen, daß der Ton ihrer Stimme wie das Brauſen der Waſ⸗ ſer in ſeinen Ohren klinge, daß ihm ſeine Segel wie Ihre im Winde flatternden Gewänder vorkämen, daß er Ihr Lächeln in ſeinen Träumen ſehe, und daß er wieder und wieder erſchreckt aufführe, weil es ihm dünkte, es wolle Sie jemand mit Gewalt dem Seud entführen, wohin ſeine Einbildungskraft Ihren Aufent⸗ halt verlegt hatte. Ja, der Junge hat ſogar zugeſtanden, daß ihm


