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um ihre Worte zu verſtehen. In der That waren auch die paar letzten Silben dem Wegweiſer völlig entgangen und er gab dieß zu verſtehen durch ſein gewöhnliches:
„Wie?“
„Ihr vergeßt, daß wir uns heirathen ſollen, und ſolche An⸗ ſpielungen ſind eben ſo ungeeignet, als ſchmerzlich.“
„Alles was recht iſt, iſt geignet, Mabel; und alles iſt recht, was zu einer billigen Ausgleichung und zu einem offenen Verſtänd⸗ niß führt, obgleich es, wie mir meine eigene Erfahrung ſagt, ſchmerzlich genug iſt, wie Sie ſich ausdrücken. Nun, Mabel, wenn Sie gewußt hätten, daß Jasper in ſolcher Weiſe an Sie denkt, ſo hätten Sie vielleicht nie eingewilligt, einen ſo alten und unan⸗ ſehnlichen Mann wie ich bin, zu heirathen?“
„Warum dieſe grauſame Prüfung, Pfadfinder? Wozu kann das alles führen? Jasper denkt nicht an ſo etwas; er ſagt nichts, er ſfühlt nichts.“
„Mabel!“ entfuhr es den Lippen des Jünglings auf eine Weiſe, welche die unbezwingliche Natur ſeiner Gefühle verrieth, obgleich er keine Silbe weiter hinzufügte.
Mabel bedeckte ihr Antlitz mit den Händen, und die Beiden ſaßen da wie ein Paar Schuldige, die plötzlich auf einem Verbre⸗ chen ertappt wurden, bei welchem es ſich um das ganze Glück eines gemeinſchaftlichen Gönners handelte. In dieſem Augenblick war Jasper vielleicht ſelbſt geneigt, ſeine Leidenſchaft in Abrede zu ziehen, da er weit entfernt war, ſeinem Freunde einen Gram be⸗ reiten zu wollen, während für Mabel die unverholene Mittheilung einer Thatſache, die ſie eher im Stillen gehofft, als geglaubt hatte, ſo unerwartet kam, daß ſich auf einen Augenblick ihre Sinne verwirr⸗ ten und ſie nicht wußte, ob ſie weinen oder ſich freuen ſollte. Doch mußte ſie zuerſt ſprechen, da Jasper nicht im Stande war, etwas hervorzubringen, was unredlich oder für ſeinen Freund ſchmerzlich erſcheinen konnte.“


