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hat, daß wir uns heirathen, bei einander leben und uns gegen⸗ ſeitig lieben ſollen, ſo lange es dem Herrn gefällt, uns auf Erden zu laſſen:— ja, und auch nachher?“
Mabels Wangen hatten in der friſchen Morgenluft wieder etwas von ihrem früheren roſigen Ausſehen gewonnen; bei dieſer unerwarteten Anrede aber erbleichten ſie faſt wieder wie zu der Stunde, wo der herbſte Schmerz ihr Inneres erfaßt hatte. Doch blickte ſie Pfadfinder mit freundlichem Ernſte an und verſuchte es, ein Lächeln zu erzwingen.
„Sehr wahr, mein ausgezeichneter Freund,“ entgegnete ſie; „das war der Wunſch meines armen Vaters, und ich fühle die tiefe Ueberzeugung, daß ein ganzes, Eurem Glücke und Eurem Wohlbehagen geweihtes Leben kaum im Stande iſt, Euch für Alles, was Ihr an uns gethan habt, zu belohnen.“
„Ich fürchte, Mabel, daß Mann und Weib durch ein krf⸗ tigeres Band an einander geknüpft ſeyn müſſen, als durch ſolche Gefühle. Sie haben nichts, oder doch nichts von irgend einem Belang für mich gethan, und doch neigt ſich mein ganzes Herz zu Ihnen; es dünkt mir daher wahrſcheinlich, daß dieſe Zuneigung von etwas Anderem herkömmt, als von dem Schutze der Skalpe und dem Geleite durch die Wälder.“
Mabels Wangen fingen wieder an zu glühen, und obgleich ſie ſich alle Mühe gab, zu lächeln, ſo war doch in ihrer Antwort ein leichtes Beben der Stimme nicht zu verkennen.
„Wäre es nicht beſſer, wenn wir dieſe Unterhaltung auf⸗ ſchöben, Pfadfinder?“ ſagte ſte;„wir ſind nicht allein, und es heißt, es ſey nichts Unangenehmeres für einen Dritten, als Familienangelegenheiten beſprechen zu hören, welche für ihn kein Intereſſe haben.“
„Gerade, weil wir nicht allein ſind, oder vielmehr, wei Jasper bei uns iſt, Mabel, möchte ich dieſe Sache zur Sprache
„bringen. Der Sergeant glaubte, daß ich ein geeigneter Lebens⸗ Der Pfadfinder. 3. Aufl. 38


