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Der Pfadfinder oder das Binnenmeer / von J. F. Cooper. Aus dem Engl. von C. Kolb
Entstehung
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Geſellſchaft eines ausgezeichneten Charakters befunden zu haben glaubt. Beide ſchieden unter Beweiſen gegenſeitiger Achtung, wäh⸗ rend Jeder fühlte, daß ihm der Andere ein Räthſel ſey.

Neunundzwanzigſtes Kapitel.

Sie dreht ſich neckiſch, daß er ſehe Das ſüße Lächeln ihrer Wangen;

Doch ſpricht im Aug' ihm bittres Weh: Da iſt das Lächeln ihr vergangen.

Lalla Raoch.

Vie Ereigniſſe der letzten Tage waren zu aufregend geweſen und hatten die Kräfte unſerer Heldin zu ſehr in Anſpruch genommen, als daß ſie ſich der Hilfloſigkeit des Grames hätte hingeben können. Sie trauerte um ihren Vater, und gelegentlich überlief ſie ein Schauder, wenn ſie ſich Jennie's plötzlichen Tod und alle die ſchreck⸗ lichen Scenen, deren Zeuge ſie geweſen, ins Gedächtniß zurück⸗ rief: im Ganzen aber war ſie gefaßter und weniger niedergedrückt, als dieß bei tiefem Schmerze gewöhnlich iſt. Vielleicht half das übermächtige, betäubende Seelenleiden, welches die arme June beugte und ſie beinahe vierundzwanzig Stunden beſinnungslos nie⸗ dergeworfen hatte, Mabeln ihre eigenen Gefühle beſiegen, da ſie ſich zur Tröſterin des armen Indianerweibes berufen glaubte; auch erwies ſie ihr dieſen Dienſt in der ruhigen, beſänſtigenden und ein⸗ nehmenden Weiſe, mit welcher ihr Geſchlecht bei ſolchen Gelegen⸗ heiten ſeinen Einfluß geltend macht.

Der Morgen des dritten Tages war für die Abfahrt des Seud beſtimmt. Jasper hatte ſeine Vorbereitungen getroffen, die ver⸗ ſchiedenen beweglichen Gegenſtände waren eingeſchifft, und Mabel hatte von June Abſchied genommen ein ſchmerzliches und zärt⸗ liches Lebewohl. Mit einem Worte, Alles war bereit, und mit Ausnahme der Indianerin, Pfadfinders, Jaspers und unſrer Heldin,