Druckschrift 
Der Pfadfinder oder das Binnenmeer / von J. F. Cooper. Aus dem Engl. von C. Kolb
Entstehung
Einzelbild herunterladen

590

ſind; und von Mabel Dunham verſah ich michs am allerwe⸗ nigſten.

Es iſt nichts, Pfadfinder. Ich meine nur einen Blick, ein Lächeln, einen Wink mit dem Auge, das Zittern eines Armes oder einer Hand, wenn mich das Mädchen gelegentlich berührte; und weil ich ſchwach genug geweſen bin, ſelbſt zu zittern, wenn mich ihr Athem traf, oder ihre Kleider mich ſtreiften, ſo führten mich meine thörichten Gedanken irre. Ich habe mich nie gegen Mabel offen ausgeſprochen; und jetzt würde es mich nichts mehr nützen, da nun doch alle Hoffnung vorbei iſt.

Jasper, erwiederte Pfadfinder einfach, aber mit einer Würde, welche für den Augenblick alle weiteren Bemerkungen abſchnitt, wir wollen über des Sergeanten Leichenbegängniß und über unſere Abreiſe von der Inſel ſprechen. Wenn hierüber die nöthigen Ver⸗ fügungen getroffen ſind, werden wir hinlänglich Zeit haben, noch ein Wort über des Sergeanten Tochter zu reden. Die Sache be⸗ darf einer reiflichen Erwägung, denn der Vater hat mir die Obhut über ſein Kind hinterlaſſen.

Jasper war froh, von dieſem Gegenſtande abzukommen, und die Freunde trennten ſich, um den ihrer Stellung und ihrem Be⸗ rufe angemeſſenen Obliegenheiten nachzukommen.

Am Nachmittag wurden die Todten beerdigt. Das Grab des Sergeanten befand ſich im Mittelpunkte des Baumganges unter dem Schatten einer hohen Rüſter. Mabel weinte bitterlich während der Beſtattung und fand in ihren Thränen Erleichterung für ihr beküm⸗ mertes Herz. Die Nacht verging ruhig: ebenſo der ganze folgende Tag: denn Jasper erklärte, daß der Wind viel zu heftig ſey, um ſich auf den See wagen zu können. Dieſer Umſtand hielt auch den Kapitän Sanglier zurück, welcher die Inſel erſt am Morgen des dritten Tages nach Dunhams Tod verließ, da das Wetter milder und der Wind günſtiger wurden. Ehe er abreiste, nahm er zum letztenmale von dem Pfadfinder in der Weiſe eines Mannes Abſchied, welcher ſich in der