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Der Pfadfinder oder das Binnenmeer / von J. F. Cooper. Aus dem Engl. von C. Kolb
Entstehung
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hatten nie auf jene ſüße und köſtliche Ermuthigung getroffen, welche das ſtumme Merkmal der zur Liebe fortſchreitenden Zuneigung iſt.

Nein, Jasper, ich weiß nichts von all dieſem. Mabel hat mich immer freundlich behandelt und ſagte mir, was ſie zu ſagen hatte, auf die unumwundenſte Weiſe.

Ihr hattet aber die Wonne, ſie ſagen zu hören, daß ſie Euch liebe, Pfadfinder?

Ei nein, Jasper; nicht gerade mit Worten. Sie hat mir ſogar geſagt, daß wir uns nie heirathen könnten, nie heirathen ſollten; daß ſie nicht gut genug für mich ſey, obgleich ſie ver⸗ ſicherte, daß ſie mich achte und ehre. Dann ſagte mir aber der Sergeant, dieß ſey die gewöhnliche Weiſe junger und ſchüchterner Mädchen: ihre Mutter habe es zu ihrer Zeit eben ſo gemacht und ebenſo geſprochen; und ich müſſe mich begnügen, wenn ſie nur über⸗ haupt einwillige, mich zu heirathen. Ich habe daher auch geſchloſſen, daß Alles in Ordnung ſey.

Wir wären keine treuen Erzähler, wenn wir nicht zugeſtänden, daß Jasper, ungeachtet ſeiner Freundſchaft für den glücklichen Freier und trotz der aufrichtigſten Wünſche für ſein Wohl, bei dieſen Worten ſein Herz in überſchwenglicher Wonne klopfen fühlte. Nicht als ob er in dieſem Umſtand hätte eine Hoffnung für ſich auf⸗ tauchen ſehen; es war nur das eiferſüchtige Verlangen einer unbe⸗ gränzten Liebe, welche ſich bei der Kunde entzückt fühlte, daß kein anderes Ohr die ſüßen Geſtändniſſe gehört habe, welche dem eigenen verſagt blieben.

Erzählt mir mehr von dieſer Weiſe, ohne Zunge zu ſprechen, fuhr der Pfadfinder fort, deſſen Geſichtszüge ernſter wurden und der nun ſeinen Gefährten mit dem Tone eines Mannes fragte, welcher einer unangenehmen Antwort entgegenſieht.Ich kann mich mit Chingachgook auf eine ſolche Art unterhalten, und habe es auch mit ſeinem Sohne Uncas gethan, ehe er gefallen; ich wußte aber nicht, daß junge Mädchen auch in dieſer Kunſt bewandert