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Der Pfadfinder oder das Binnenmeer / von J. F. Cooper. Aus dem Engl. von C. Kolb
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als er Waſſer um ſich fließen ſah.„Die dreißig Jahre, deren Ihr erwähnt, werden von den Augen eines neunzehnjährigen Mädchens ſelten als ein Vortheil betrachtet.“

Mabel erröthete, und während ſie ihr Geſicht von den im Vordertheil des Kahnes befindlichen Perſonen abwenden wollte, begegnete ſie dem bewundernden Blicke des jungen Mannes am Stern. Als letzte Zuflucht ſenkte ſie nun ihr ſanftes blaues, aus⸗ drucksvolles Auge gegen die Waſſerfläche. Gerade in dieſem Augen⸗ blick ſchwebte durch die Baumreihe ein matter, dumpfer Ton, ge⸗ tragen von einem leichten Luftſtrome, welcher kaum ein Kräuſeln auf dem Waſſer hervorbrachte.

„Das klingt angenehm,“ ſagte Cap, und ſpitzte die Ohren gleich einem Hunde, der entferntes Bellen hört.

„Es iſt nur der Fluß, der eine halbe Meile unter uns über einige Felſen ſtürzt.“

„Iſt ein Fall auf dem Strom?“ fragte Mabel, indem ſie noch höher erröthete.

„Der Teufel! Meiſter Pfadfinder, oder Ihr, Herr Eau⸗douce,“ (denn ſo begann Cap Jaspern in der vertraulichen Weiſe der Gränz⸗ leute zu nennen), konntet Ihr dem Kahn keinen beſſern Strich geben und Euch näher an das Ufer halten? Dieſe Waſſerfälle haben gewöhnlich Stromſchnellen über ſich, und ebenſo gut könnten wir uns dem Maelſtrom“ als ihrem Saugen anvertrauen!“ „Verlaßt Euch auf uns, verlaßt Euch auf uns, Freund Cap,“ antwortete der Pfadfinder;„wir ſind zwar Friſchwaſſerſchiffer, und ich darf mir nicht einmal auf dieſes viel zu Gute thun; aber wir kennen die Strömungen und die Waſſerfälle, und während wir darüber gehen, werden wir uns Mühe geben, unſerer Erziehung keine Unehre zu machen.“

„Darübergehen!“ rief Cap.„Zum Teufel, Menſch, Ihr

„ Ein Meerſtrudel zwiſchen den Klippen Norwegens in der Nähe der Felſeninſel Moskoe.