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Der Pfadfinder oder das Binnenmeer / von J. F. Cooper. Aus dem Engl. von C. Kolb
Entstehung
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es mit einem andern Feinde als den wilden Thieren und den

Fiſchen zu thun zu haben. Ach, wie manchen Tag habe ich und der Serpent zwiſchen den Strömen bei Wildpret, Salmen und Forellen zugebracht, ohne an einen Mingo oder einen Scalp zu denken! Bisweilen wünſche ich, dieſe geſegneten Tage moͤchten wieder⸗ kehren, denn die Jagd auf mein eignes Geſchlecht gehört nicht zu meinen eigentlichen Gaben. Ich bin überzeugt, daß des Sergeanten Tochter mich nicht für einen ſolchen Elenden hält, der ſeine Luſt an Menſchenblut hat!“

Nach dieſer Bemerkung, welche halb fragend gemacht wurde, blickte der Pfadfinder hinter ſich; und obgleich ſelbſt der parteiiſchſte Freund ſeine ſonnverbrannten, harten Züge kaum ſchön nennen konnte, ſo fand doch Mabel ſein Lächeln, ſeinen geſunden Verſtand und die Aufrichtigkeit, die aus ſeinem ehrlichen Geſicht leuchtete, ſehr anziehend.

„Ich glaube nicht, daß mein Vater einen Mann, wie ihr ihn bezeichnet, ausgeſchickt hätte, ſeine Tochter durch die Wildniß zu ge⸗ leiten,“ antwortete das Mädchen, indem ſie ſein Lächeln, ſo freimüthig als es gegeben wurde, nur mit etwas mehr Anmuth erwiederte.

„Er hätte es nicht, nein, er hätte es nicht gethan. Der Sergeant iſt ein Mann von Gefühl, und wir haben zuſammen manchen Marſch gemacht und manchen Kampf ausgefochten— Schulter an Schulter, wie er es nennen würde— obgleich ich mir die Glieder immer frei gehalten habe, wenn ein Franzoſe oder Mingo in der Nähe war.“

„So ſeyd Ihr alſo der junge Freund, von dem mein Vater ſo oft in ſeinen Briefen geſprochen hat?“

„Sein junger Freund— der Sergeant iſt gegen mich um dreißig Jahre im Vortheil, ja, er iſt dreißig Jahre älter als ich, und nun eben ſo lange mein Vorgeſetzter.“

„In den Augen der Tochter wohl nicht, Freund Pfadfinder,“ warf Cap ein, deſſen Lebensgeiſter wieder rege zu werden begannen,