anmaßenden Vertraulichkeit, welche ihn nie verließ, bereits eine Hauptperſon geworden war.
Die Geſellſchaft hatte ſich um eine zum gemeinſchaftlichen Gebrauche aufgeſtellte Schüſſel mit Wildpretſtücken niedergelaſſen, und natürlich trug die Unterhaltung das charakteriſtiſche Gepräge der dabei betheiligten Individuen. Die Indianer waren ſtill und emſig; der Wildpret⸗Appetit der ureingebornen Amerikaner ſchien unſtillbar. Die zwei weißen Männer waren mittheilend und ge⸗ ſprächig, geſchwätzig ſogar, und beide ſtarrſinnig in ihrer Weiſe. Da jedoch die Unterhaltung, welche ſie führten, den Leſern mit manchen Thatſachen bekannt machen kann, welche zum beſſern Ver⸗ ſtändniß der nachfolgenden Erzählung beitragen, ſo wird es geeignet ſeyn, dieſelbe nicht zu übergehen.
„Ich zweifle nicht, Meiſter Pfadfinder,“ begann Cap, als der Hunger des Reiſenden ſo weit beſchwichtigt war, daß er nun an⸗ fing, ſich unter den übrigen nur die ſaftigeren Stückchen auszuleſen, „daß ein Leben wie das Eurige viel Befriedigung gewähren muß. Es hat einiges von den Wechſeln und Zufällen, welche der See⸗ mann liebt; und wenn bei uns Alles Waſſer iſt, ſo iſt bei Euch Alles Land.“
„Ha, wir haben auch Waſſer auf unſern Reiſen und Märſchen,“ erwiederte ſein weißer Geſellſchafter.„Wir Gränzleute handhaben das Ruder und die Fiſchgabel faſt eben ſo oft als die Büchſe und das Waidmeſſer.“
„Ah, aber handhabt ihr auch die Braſſe und die Bugleine, das Steuerrad und die Leitleine, die Reffſeiſing und das Windreep? Das Ruder iſt ein gutes Ding, ohne Zweifel, für ein Canoe; aber wozu kann man es in einem Schiff brauchen?“
„Ich reſpektire jeden in ſeinem Beruf, und ich kann wohl glauben, daß alle die Dinge, die Ihr da erwähnt habt, zu etwas nütze ſind. Ein Mann, der, wie ich, mit ſo vielen Stämmen gelebt hat, weiß wohl einen Unterſchied zu machen unter den Gebräuchen.


