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„Ah, Ihr bedient Euch einiger unſerer Kunſtausdrücke, und mit Verſtand und Anſtand, wie ich merke, obſchon ich fürchte, daß Ihr mehr grünes als blaues Waſſer geſehen habt.“
„Es darf nicht überraſchen, daß wir einige Phraſen, die auf das Land Bezug haben, kennen, da wir es ſelten länger als auf vier und zwanzig Stunden aus dem Geſicht verlieren.“
„Das iſt Schade, Junge, recht Schade. Ein ganz kleines Stück Land muß weit reichen für einen Seefahrer, und wahrlich, ich glaube, Meiſter Weſtern, es iſt mehr oder weniger Land rund um Euern See herum.“
„Und iſt nicht mehr oder weniger Land um den Ocean herum, Onkel?“ erwiederte Magnet ſchnell, denn ſie fürchtete eine unzeitige Entwicklung des dem alten Seemann eigenthümlichen Dogmatismus, wenn man es nicht lieber Pedanterie nennen will.
„Nein, Kind, es iſt mehr oder weniger Meer um das Land herum; das iſts, was ich dem Ufervolk ſagen will, junger Burſche. Man lebt, ſo gut es gehen will, mitten im Meere, ohne es zu wiſſen, eigentlich nur geduldet, möchte ich ſagen, denn das Waſſer iſt mächtiger und in viel größerer Maſſe vorhanden. Allein's iſt des Dünkels kein Ende auf dieſer Welt. Ein Kerl, der nie Salz⸗ waſſer ſah, bildet ſich oft ein, er wiſſe mehr als Einer, der das Cap Horn umſegelt hat. Nein, nein, die Erde iſt weiter nichts als eine ziemlich große Inſel, und alles Uebrige, kann man mit Wahrheit ſagen, iſt Waſſer.“.
Der junge Weſtern hatte einen großen Reſpekt vor den See⸗ leuten des Oceans, nach welchem er ſich oft geſehnt; aber er hegte auch eine natürliche Verehrung gegen die breite Fläche, auf der er ſein Leben zugebracht hatte, und die in ſeinen Augen ihre eigenen Reize beſaß.
„Was Ihr ſagt,“ antwortete er beſcheiden,„mag, was das atlan⸗ tiſche Meer anbelangt, wahr ſeyn; aber wir, hier oben, um den Ontario, verehren das Land.“


