Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchn (1834)
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Schickſal eines ſo liebenswürdigen Mädchens. Als aber die letzten Weiber des Stamms die ihnen in dem Ge⸗ folge angewieſenen Plätze eingenommen und ſich mit demſelben entfernt hatten, ſchloſſen die Männer der Lena⸗ ves wieder den Kreis und ſtellten ſich ſo ſchweigend, däſter und regungslos, wie früherhin, um Unkas umher.

Der Ort, den man zu Cora's Grabe gewählt hatte, war ein kleiner Hügel, auf dem eine Gruppe von jun⸗ gen und kräftigen Fichten ſtand, deren Schatten ein ſchwermüthiges Dunkel bildete. Als der Zug dort ange⸗ langt war, ſetzten die Mädchen die Bahre nieder und warteten mit der eigenthümlichen Geduld und Schüch⸗ ternheit der Indianerinnen, daß die bei dieſem Verluſte vorzugsweiſe Betheiligten ihnen ein Zeichen ihrer Zufrie⸗ denheit mit den getroffenen Vorkehrungen geben mögten. Endlich ſagte der Kundſchafter, der allein ihre Gebräuche kannte, in delawariſcher Sprache:

Meine Töchter haben alles gut veranſtaltet; die weißen Mäͤnner danken ihnen.

Befriedigt durch dieſes belobende Zeugniß legten nun die Mädchen Cora's Leiche in eine Art von offenen Sarg, der aus Birkenrinde, nicht ohne eine gewiſſe Zierlichkeit, verfertigt worden war, und ſenkten ihn in ſeine letzte, dunkle Wohnung hinab. Ihre gewöhnlichen Ceremonien begannen nun wieder auf die früher be⸗

ſchriebene, einfache und ſchweigende Weiſe. Sie bedeck⸗

ten die friſch aufgeworfene Erde mit Blättern, und Zweigen und blieben, nachdem ſie dieſe traurige Pflicht erfüllt, ſtehen, ungewiß, wie es ſchien, was ſie weiter