Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchn (1834)
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liche Geiſtesanſtrengung ertragen zu können. Ihre Auf⸗ merkſamkeit richtete ſich daher auf einen andern Gegen⸗ ſtand, und mit dem ihnen angebornen Zartgefühl be⸗ ſchäftigten ſie ſich nur mit der Beerdigung des fremden Mädchens.

Einer der ältern Häuptlinge gab den Weibern ein Zeichen, und ſie begaben ſich hierauf nach dem Theil des Kreiſes, in welchem Cora's Leiche ruhte. Die Mädchen erhoben die Bahre auf ihre Schultern, und mit langſamen, abgemeſſenen Schritten ſich fortbewe⸗ gend, ſtimmten ſie in ſanften, leiſen Tönen wiederum einen Klagegeſang zu Ehren der Entſchlummerten an. David hatte alle dieſe Ceremonien, die ihm ſo heid⸗ niſch ſchienen, mit aufmerkſamem Auge betrachtet, und beugte jetzt ſein Haupt über die Schulter ſeines Freundes.

Sie tragen jetzt die Überreſte deines Kindes fort, ſagte er zu Munro;wollen wir ihnen nicht folgen, und Sorge haben, daß die Verſtorbene auf chriſtliche Weiſe beerdigt werde?

Munro fuhr zuſammen, als wären die Poſaunen des jüngſten Gerichts erklungen. Er warf einen unru⸗ higen, beſorgten Blick umher, und ſtand dann auf, dem einfachen Leichenzuge mit der Haltung eines Soldaten folgend, aber mit dem Herzen eines Vaters, den ſein

Schmerz tief beugte. Seine Freunde begleiteten ihn,

von einem Schmerz durchdrungen, der zu ſtark war, um nur Mitgefühl genannt werden zu können, und ſelbſt der junge Franzoſe ſchloß ſich dem Leichenzuge an, innig gerührt, wie es ſchien, von dem frühzeitigen traurigen