——
—
— 321—
Sie erinnerte ihn an die Mutter, die ihn geboren, und pries beſonders das Glück, welches dieſe durch den Beſitz eines ſolchen Sohnes genoſſen haben müſſe. Sie bat ihn, ſeiner Mutter, wenn er ihr in der Welt der Geiſter begegne, zu ſagen, daß die Delawarer Mädchen auf dem Grabe ihres Kindes Thränen vergoſſen und ſie glücklich geprieſen hätten.
In noch ſanftern und ſchmelzendern Tönen und mit der angebornen Zartheit nnd Sittſamkeit des weiblichen Geſchlechts gedachten die Sängerinnen, welche nun folg⸗ ten, des fremden Mädchens, das faſt zu gleicher Zeit mit dem jungen Helden der Erde entnommen worden ſey, wodurch ſich der Wille des großen Geiſtes zu deut⸗ lich ausgeſprochen habe, um mißverſtanden zu werden. Sie ermahnten ihn, liebreich gegen ſie zu ſeyn und ihre Unwiſſenheit in den Künſten und Verrichtungen zu ent⸗ ſchuldigen, die ein Krieger, wie er, zu ſeiner Gemäch⸗ lichkeit nöthig habe. Hierauf wurde ihre hohe Schönheit, ihr Muth und ihre Entſchloſſenheit rühmend hervorgeho⸗ ben, ohne dabei irgend eine Spur von Neid zu verra⸗ then, und auf eine ſolche Weiſe, wie Engel, dem ge⸗ wöhnlichen Glauben nach, ein Wohlgefallen an Weſen finden, welche mit noch höhern Eigenſchaften, als ſie, begabt ſind. Dieſe Vorzüge, fügten ſie hinzu, wurden einen reichlichen Erſatz gewahren für die kleinen Unvoll⸗ kommenheiten und Mangel ihrer Erziehung.
Diejenigen, welche jetzt an die Reihe kamen, wand⸗ ten ſich mit dem ſanften Ton der Zaͤrtlichkeit und Liebe an die Entſchlupmerte ſelbſt mit der Aufforderung,
fröhlichen Muths zu ſeyn und hinſichtlich ihrer künftigen 10— 12. 21


