man es nennen mogte, fort, ihre Empfindungen auf eine Weiſe auszuſprechen, die ihrem Gefühle und den Um⸗ ſtänden angemeſſen war. Zuweilen ward die Sängerin durch laute Ausbrüche des Schmerzes unterbrochen. In ſolchen Augenblicken riſſen die jungen Mädchen, welche um Cora's Bahre umherſtanden, die darauf geworfenen Blumen und Kräuter herab und zerpflückten ſie zum Zeichen ihrer tiefen Betrübniß. Sobald aber dieſe hefti⸗ gen Ausbrüche ſich wieder milderten, wurden die Sinn⸗ bilder der Seelenreinheit und Lieblichkeit der Entſchlafe⸗ nen wieder auf die Bahre geſtreut, begleitet von allen Außerungen der innigſten Theilnahme. Eine Üüberſetzung ihrer Worte würde, trotz der häufigen Unterbrechungen und Ausbrüche des Schmerzes, doch einen regelmäßigen Zuſammenhang gehabt und im Allgemeinen eine richtige Gedankenfolge verrathen haben.
Ein junges Maͤdchen, durch ihren Rang und ihre Eigenſchaften von ihren Geſpielen ausgezeichnet, ruhmte zuerſt beſcheiden die Vorzüge des gefallenen Kriegers,
und ſchmückte ihre Rede mit jenen orientaliſchen Bildern
aus, die den Indianern wahrſcheinlich von den äußerſten, entgegengeſetzten Enden des Kontinents zugekommen ſind, und die vielleicht ein Glied in der Kette ausmachen, welche die alte Geſchichte beider Welttheile mit einander verknüpft. Sie nannte ihn den Panther ſeines Stam⸗ mes, und ſchilderte ihn als Einen, deſſen Fuß nie eine Spur auf dem Thau zurückgelaſſen hätte, deſſen Sprung gleich dem des jungen Reh's, deſſen Auge leuchtender, als ein Stern in dunkler Nacht, und deſſen Stimme in der Schlacht lauter geweſen ſey, als Manitto's Donner.


