Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchn (1834)
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Aber ſo traurig und ſchwermüthig man ſich auch dieſe Gruppe vorſtellen mag, ſo war der Anblick einer andern, die ſich ihr gegenüber in demſelben Kreiſe befand, noch bei weitem rührender. Dort ſaß Unkas, als wenn er noch am Leben wäre, mit dem prachtvollſten Schmucke geziert, den nur der Reichthum ſeines Stammes hatte zuſammenbringen können. Sein Haupt ſchmückten reiche Federn, und der übrige Theil ſeines Körpers war mit Gürteln, Halsgeſchmeide, Armbändern und Medaillen bedeckt. Aber mit dieſem eitlen Prunk, der ſeinen hohen Rang bezeichnen ſollte, bildeten ſeine erloſchenen Augen und ſeine ſtarren, ausdrucksloſen Züge einen furchtbaren Kontraſt.

Gerade vor dem Leichnam ſaß Chingachgook, unbe⸗ waffnet und ohne eine Verzierung oder Auszeichnung irgend einer Art, die glänzend blaue Schildkröte ausge⸗ nommen, die mit unvertilgbaren Zügen auf ſeiner nack⸗ ten Bruſt eingegraben war. Während der ganzen langen Zeit, daß das Volk ſich auf dieſe Weiſe hier verſammelt hatte, blieben die Augen des Mohikaner⸗Kriegers düſter auf dem kalten, lebloſen Antlitz ſeines Sohnes ruhen. Sein Blick war ſo ſtarr und ſeine ganze Geſtalt ſo re⸗ gungslos, daß ein Fremder nur an den krampfhaften Zuckungen, die ſein innerer Schmerz dem Vater aus⸗ preßte, und an der Ruhe des Todes, welche ſich fur immer auf den Zügen des Sohnes gelagert, zu unter⸗ ſcheiden vermogt hätte, welcher von beiden nicht mehr zu den Lebenden gehöre.

Nicht weit davon lehnte ſich der Kundſchafter in ei⸗ ner nachdenkenden Stellung auf ſein Gewehr, indeß