Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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ſeinen Lebensweg gebieten kann. Meine Mutter war ſchön und gut. Es fehlte ihr nur die Kraft, den Kün⸗ ſten eines Mannes zu widerſtehen, der, in der Meinung aller derer um ſie, geehrt, ihre Tugend untergrub. Er war groß, edel, mächtig; während ſie außer ihrer Schön⸗ heit und Schwäche wenig hatte, Signori ſie war zu ſehr im Nachtheil. Ich wurde die Strafe fuͤr ihren Fehl. Ich kam in eine Welt, wo alle mich verachteten, ehe ich etwas gethan hatte, das ihren Haß verdiente.

Nein, das heißt geltende Meinungen auf das Auſ⸗ ſerſte treiben, ſiel Signor Grimaldi ein, der in ſeiner Begierde, jede Sylbe von Maſo's Lippen aufzufangen, kaum Athem holte.

Wir begannen, Signori, wie wir geendigt haben; mißtrauiſch und bemüht aufzuſpüren, was andern am meiſten ſchaden könne. Ein ehrwürdiger und frommer Mönch, der meine Geſchichte kannte, wollte eine Seele für den Himmel gewinnen, welche die Kränkungen der Welt bereits an den Rand der Hölle getrieben hatten. Der Verſuch ſchlug fehl. Predigten und Lehren,⸗ fuhr Maſo bitter lachend fort ⸗ſind nur ſchwache Waffen gegen ſtündliche Kränkungen; ſtatt Kardinal oder Rath⸗ geber des Oberhauptes der Kirche zu werden, bin ich, was Ihr ſeht. Signor Grimaldi, der Mönch, der ſich meiner annahm, war Vater Girolamo. Er ſagte deinem Schreiber die Wahrheit, denn ich bin der Sohn der ar⸗ men Annunziata Altieri, welche einſt würdig erachtet wor⸗ den, deine flüchtige Beachtung auf ſich zu ziehen. Meiner Sicherheit willen nannte ich mich ein anderes deiner Kinder. Eine zufällige Bekanntſchaft mit einem Werk⸗

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