Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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Gunſten ſeines Vaters ſeine Erwartungen in dieſer Hin⸗ ſicht ſehr geſchwächt hatten. Adelheid hegte ſicherere Hoff⸗ nung als beide, da die Beſorgniſſe des jungen Mannes ſelbſt ihn hinderten, ihre Zuverſicht völlig zu theilen, wäh⸗ rend ihr Vater ſich ihren Erwartungen nach jenem quã⸗ lenden Grundſatz hingab, der uns das Schlimmſte fürch⸗ ten läßt. Als daher die Kleinodien des Jacques Colis im Beſitze Maſo's gefunden und Balthaſar nicht nur die⸗ ſes Umſtandes wegen, der einen andern ſo folgerecht des Mordes zeihen mußte, ſondern wegen des Abgangs jedes andern Beweiſes gegen ihn, den einzigen Umſtand aus⸗ genommen, daß er im Todtenhaus ſtatt in der Zuflucht gefunden, ein Zufall, der jedem andern Reiſenden wäh⸗ rend des Sturmes begegnen konnte, einſtimmig freige⸗ ſprochen wurde, ſchickte ſich der Freiherr entſchloſſen an, ſein Wort zu löſen. Es iſt kaum nöthig, hinzuzuſetzen, wie ſehr dieſes ehrenvolle Gefühl durch die unerwartete Erklärung des Scharfrichters hinſichtlich Sigismunds Ge⸗ burt gekräftigt wurde. Ungeachtet der Betheuerungen Maſo's, daß alles nur eine Erfindung zu Gunſten des Sohnes Balthaſars ſey, geſellten ſich zu der natürlichen und wahrhaftigen Weiſe, in welcher die Erzählung vor⸗ gebracht worden, ſo ſprechende und weſentliche Beweiſe, daß in den Herzen der Anweſenden der Glaube an de⸗ ren Wahrheit feſtere Wurzel ſchlug. Obgleich noch nicht bekannt war, wer Sigismunds wirkliche Eltern ſeyen,

glaubten doch nur wenige, daß er des Scharfrichters Sohn ſeyn könne.

Eine kurze Berührung der Thatſachen wird den Le⸗