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mit einander dahin ſchritten, ſprach der Auguſtiner von der Vergänglichkeit der menſchlichen Hoffnungen, und der Gebrechlichkeit des menſchlichen Sinnes. Er verweilte mit frommem Eifer bei dem Nutzen, ſeine Gedanken über die Unruhen der engherzigen und alltäglichen In⸗ treſſen zu einem höhern Beſchauen der Wahrheiten des Daſeyns zu erheben. Auf das wilde Schauſpiel, das ſie umgab, deutend, verglich er die Gebirgsmaſſen, ihre Unfruchtbarkeit und ihre rauhen Stürme mit der Welt, deren Glückloſigkeit, deren Wirren und Stürmen. Dann lenkte er die Aufmerkſamkeit ſeines Gefährten auf das blaue Gewölbe über ihnen, das in jener Höhe und in jener reinen Atmoſphäre geſehen, einem milden Balda⸗ chin der ſanfteſten Farben und Tinten glich, und erin⸗ nerte feurig an die ewige und glückliche Ruhe jenes Zu⸗ ſtandes des Daſeyns, dem ſie beide entgegen eilten und von welcher dieſe friedliche und unbegrenzbare Leere ein Bild war. Zum Schluſſe ſprach er zu Gunſten eines mäßigen Genuſſes unſeres Glückes hienieden und der Pflicht, allen denen, welche wir achteten, Liebe und Gerechtigkeit nicht vorzuenthalten und hob das Schädliche jener eiſernen Vorurtheile hervor, welche die beſten Ge⸗ fühle in die Feſſeln der auf die Beſtimmungen und Mas⸗ regeln der Selbſtſuchtigen und Herriſchen gegründeten Meinungen ſchlagen.
Nach einem dieſer anziehenden Geſpräche hörte Mel⸗ chior von Willading, deſſen Herz und Seele die Hoffnun⸗ gen des Himmels geſanftigt und gerührt hatten, mit wil⸗ liger'm Ohre Adelheid's feſten Entſchluß, daß, wenn ſie nicht Sigismunds Gattin werde, ihre Selbſtachtung
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