Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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als geeignet, die Mängel der Schauſpieler durch die Wärme und den überſchwang ihrer erregten Phantaſie zu erſez⸗ zen. Beſonders war der Landvogt, wie es ſeinem hohen Amte und ſeinem ausgeprägten Charakter ziemte, unge⸗ wöhnlich geſprächig und entſchieden, ſowohl in Hinſicht des Tadels als auch des Lobes, das er den verſchiedenen Darſtellungen angedeihen ließ, ſeine eigene Befähigung, über den Gegenſtand abzuſprechen, ſo wenig in Anſchlag bringend, als wäre er ein gewöhnlicher Lohnrecenſent der neueſten Zeit, der mehr die Breite als die Beſchaf⸗ fenheit ſeiner Bemerkungen und das feſtgeſetzte Honorar für die Zeile in das Auge faßt. Wahrlich die Vergleichung würde in noch mehren Rückſichten als denen der Kennt⸗ niſſe, Stich halten, denn ſeine Sprache war ungewöhnlich zänkiſch und anmaßend, ſein Ton gebieteriſch und ſeine Triebfeder eher die Begierde, ſeine eigene Befähigung geltend zu machen, als der Wunſch, die Vorzüge Anderer hervorzuheben. Seine Crörterungen richteten ſich noch häufiger als früher an Signor Grimaldi, für welchen in ſeinem Herzen plötzlich ein noch lebhafteres Wohlwol⸗ len erwachſen war, als er bisher in ſo hohem Grade an den Tag gelegt hatte und das bereits eine ſo große Auf⸗ merkſamkeit auf dieſen freundlichen aber beſcheidenen Fremdling gezogen hatte. Dennoch verfehlte er niemals, alle die, welche ſich innerhalb des Bereichs eines ver⸗ nünftigen Gebrauchs ſeiner Stimme befanden, zu zwin⸗ gen, auf ſeine Orakel zu hören.

Die, welche jetzt vorübergekommen ſind, Bruder Melchior, ſagte der Landvogt, den Freiherrn von Willa⸗ ding in dem brüderlichen Style der Bürgerſchaft anre⸗

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