Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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liche Braut, damit wir auf deine und der deinigen Ge⸗ ſundheit trinken können.

Chriſtine wurde bleich und blickte heimlich umher, denn die unter der Laſt des Mißfallens der Welt leben, wenden Anſpielungen auf die wunden Punkte ihrer Geſchichte die empfindlichſte Aufmerkſamkeit zu. Das Gefühl theilte ſich dem Bräutigam mit, welcher mißtrauiſche Blicke auf die Menge warf, um ſich zu vergewiſſern, ob das Ge⸗ heimniß der Herkunft ſeiner Braut nicht entdeckt wor⸗ den ſey.

Eine ſchönere festa ehrte nie einen italieniſchen Corſo, fuhr der Neapolitaner fort, deſſen Kopf ſeinen Phantaſien folgte, ohne ſich um die Beſorgniſſe und Wünſche Anderer zu bekümmern.Ein prachtiger Putz und eine holde Braut! Schickt uns Wein, felicissimi sposi, damit wir auf euern ewigen Ruhm und euer Glück trinken! Glücklich der Vater, der dich Tochter nennt, bella sposa, und hochgeehrt die Mutter, welche ein ſo vortreffliches Kind gebar! Scellerati, die ihr euch hier drängt, warum tragt ihr die würdigen Eltern nicht auf euern Armen, damit Alle die Wurzeln eines ſo reichen Zweiges ſehen und ehren. Schickt uns Wein, buona gente, ſchickt uns Becher frohlichen Weines!

Das Schreien und die bildliche Speache Pippo's zog die Aufmerkſamkeit der Menge an, welche überdies durch das Sprachgemiſch, in welchem er ſeine Aufforderungen hören ließ, ergötzt wurde. Die unbedeutendſten Kleinig⸗ keiten werden häufig, indem ſie den Gefühlen des Volks eine neue Richtung geben, die Urſachen ernſter Ereig⸗ niſſe. Die Menge, welche dem Hochzeitszuge folgte,

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