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wenden, auf ihn, der nach ihrer einfachen und hochher⸗ zigen Anſicht dem Vorurtheil getrotzt hatte, um ihrem Werthe Gerechtigkeit widerfahren zu laſſen; als aber der bisher unterdrückte Beifall auf dem Platze vor dem Rath⸗ haus in lauten Ausrufungen ſich kund that, umfloß eine glänzende Röthe ihre Wangen und ſie ſah mit beſcheide⸗ nem Stolz auf ihren Gefährten, als wollte ſie ſagen, ſeine großmüthige Wahl bliebe nicht ganz unbelohnt. Der Jubel der Menge entſprach dem Gefühle und nie näher⸗ ten ſich Verlobte unter ſcheinbar glücklicheren Ausſichten dem Altar.
Der Einfluß der Unſchuld und Schönheit iſt allge⸗ mein. Selbſt die ſittenloſen und halbberauſchten Gefan⸗ genen erhoben ihre Stimmen zum Preis der holden Chri⸗ ſtine. Der Eine pries ihre Beſcheidenheit, der Andere erhob ihre perſönliche Erſcheinung, und Alle vereinigten ſich mit der Menge im Jubelruf zu ihrer Ehre. Das Blut des Braͤutigams begann ſich zu beleben, und als der Zug auf dem offenen Platze vor dem Gebäude, un⸗ mittelbar unter den Fenſtern, welche Maſo und ſeine Ge⸗ noſſen einnahmen, Halt gemacht hatte, blickte er in dem Frohlocken eines gemeinen Geiſtes umher, der ſein Ver⸗ gnügen in dem Beifall anderer findet, und nach dieſem wohl ſein Urtheil bildet.
„Hier iſt eine große und ſchöne festa!“ ſagte der gluckſende Pippo, ⸗und eine ſehr willige Braut. San Gennaro ſegne dich, bella sposina, und den würdigen Mann, welcher der Stängel einer ſo ſchönen Roſe iſt. Schickt uns Wein, großmuthiger Bräutigam und glück⸗


