Teil eines Werkes 
1. Th. (1833)
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gegeben werden; und ſo hat meine arme Schweſter im⸗ mer geſprochen und die Wünſche der Eltern, uns auf Koſten ihrer eigenen natürlichen Liebe Gutes zu thun, verdienſtlich gefunden. Ich wollte, ich könnte ihre Ver⸗ nunft und ihre Ergebung nachahmen!

Die Anſicht deiner Schweſter iſt die eines Weibes, Sigismund, deren Herz ſtärker iſt, als ihr Stolz; und was mehr iſt, ſie iſt die richtige.

Ich läugne es nicht; ſie iſt die richtige. Allein jenes übelangebrachte Mitleiden hat mich für immer un⸗ fähig gemacht, mit denen, welchen ich angehöre, gleichzu⸗ fühlen, wie ich wünſchte. Es iſt ein Irrthum, dieſe grellen Marken zwiſchen unſere Sitten und unſere Liebe zu ſtellen. Weſen, die den Ernſt des Kriegers haben, können ihre Phantaſie nicht wie ſchwanke Zweige, dder mit der Leichtigkeit eines Weibes biegen

Die Pflicht! ſagte Adelheid nachdruclich, als ſie bemerkte, daß er inne hielt.

Wenn du willſt, die Pflicht! das Wort hat ein großes Gewicht bei deinem Geſchlechte und ich ſtelle nicht in Abrede, daß dies auch bei dem meinigen der Fall ſeyn ſollte.

Du mußt deinen Vater lieben, Sigismund. Die

Art, wie du eingeſchritten biſt, um ſein Leben zu retten,

als wir in jenem furchtbaren Kampf des Sturmes wa⸗ ren, widerlegt deine Worte.

Der Himmel verhüte, daß es mir an einem natür⸗ lichen Gefühle dieſer Art fehle; und doch iſt es ſchreck⸗ lich, Adelheid, die, welchen wir unſer Leben danken, nicht verehren, innig lieben zu können. Chriſtine iſt darin