Teil eines Werkes 
1. Th. (1833)
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Kann Balthaſar's Tochter wähleriſch ſeyn? Gold, das Intereſſe der Abtei, und der thörigeéclat dieſer Scene haben meinen Vater vermocht, ſeine Tochter jenem Habſüchtigen zu geben, der wie ein Jude bei dieſer Sache gefeilſcht und unter andern Bedingungen auch verlangt hat, daß der wahre Name ſeiner Braut nie bekannt werde. Sind wir nicht durch eine Verbindung geehrt, welche uns ſchon verſtößt, ehe ſie geſchloſſen iſt?

Das dumpfe, erſtickte Lachen des jungen Mannes durchbebte die Nerven ſeiner Freundin und ſie brach das heimliche Geſpräch ab, um den Gegenſtand bei einer günſtigeren Gelegenheit wieder aufzunehmen. Mittler⸗

weile hatte der Zug den Platz vor der Bühne erreicht,

wo die Schauſpieler bereits ihre Verrichtungen begonnen hatten.

Ein Dutzend junge Burſche und eben ſo viele Mäd⸗ chen begleiteten das Paar, welches im Begriff war, ſich zu verloben. Hinter dieſen kam die Ausſteuer und das Brautgeſchenk*); jene iſt der Theil der Mitgabe der Braut, welcher ſich auf ihre perſönlichen Bedürfniſſe be⸗

zieht; dieſes iſt ein Geſchenk des Bräutigams und iſt,

wie man bildlich annimmt, ein Beweis der Stärke der Liebe. Bei dieſer Gelegenheit war die Ausſteuer ſo reich und zeugte von ſo großer Freigebigkeit und Wohl⸗ habenheit von Seiten der Verwandten eines Mädchens, welche ſich dazu hergab, ſich bei einer ſo öffentlichen Ge⸗ legenheit zu vermählen, daß es allgemeines Erſtaunen erregte, während auf der andern Seite eine bloße gol⸗

) Trousseau und corbeille.