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iſt, waren ſo natürlich und einnehmend, daß ſie ihre ganze Theilnahme erweckten; und mit inſtinktmäßiger Raſchheit heftete nun Fräulein von Willading ihre Blicke auf den Bräutigam, um zu ſehen, ob ein Weſen, deren Auſſeres ſo ſehr zu ihren Gunſten ſprach, in ihrer Wahl wohl glücklich werden würde. Hinſichtlich des Alters, der perſönlichen Erſcheinung und, ſo viel man ſehen konnte, der äuſſern Verhältniſſe war nichts auffallend Unpaſſendes in der Wahl, obgleich Adelheid glaubte, die Miene des Mädchens verrathe eine beſſere Erziehung als die ihres Gefährten— eine Verſchiedenheit, welche ſie jedoch gern einer größern Befähigung bei ihrem Ge⸗ ſchlechte, den ſittlichen Gehalt nach auſſen abzuſpiegeln, zuſchrieb, als die des Mannes iſt.
„Sie iſt ſchön,“ flüſterte Adelheid, ihr Haupt ein wenig zu Sigismund, der an ihrer Seite ſtand, neigend,
„und muß ihr Glück verdienen.“
„Sie iſt gut und verdient ein beſſeres Schickſal!⸗ murmelte der junge Mann, der angeſtrengt und hörbar athmete.
Die erſchreckte Adelheid hob ihre Augen und eine ſtarke aber unterdrückte Bewegung zuckte in jedem Zuge des Geſichtes ihres Freundes. Die Aufmerkſamkeit aller umher war dem Zuge ſo lebhaft zugewendet, daß ſie ei⸗ nen Augenblick unbeachteter Mittheilung erlaubte.
„Sigismund, das iſt deine Schweſter!⸗
„Gottes Fluch wollte es ſo!⸗
„Warum iſt eine ſo öffentliche Gelegenheit gewählt worden, ein Mädchen von ihrer Beſcheidenheit und ihren Sitten zu vermählen?⸗
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