Teil eines Werkes 
1. Th. (1833)
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hatte bekehren laſſen, als er der Laune des Publikums

entgegen treten wollte, und tauſend kummervolle Herzen,

ſolcher, die der untern und einfachen Klaſſe angehören, er⸗ heitern ſich heute noch bei der Annäherung irgend eines frohen Feſtes, welches hoffen läßt, dem Schuldner und Verbrecher die Thüren des Gefängniſſes, oder denen, die da reicher ſind an Treue und Liebe als an andern Gü⸗ tern, die Pforten Hymens zu öffnen.

Ein allgemeines Murmeln und eine gemeinſame Be⸗ wegung verrieth die lebendige Theilnahme der Zuſchauer, als die Haupt⸗ und wirklichen Perſonen, welche bei die⸗ ſem Theile des Feſtes auftraten, näher kamen. Adelheid fühlte ihre Wange waͤrmer erglühen und ihr Herz freu⸗ diger ſchlagen, als ihr Auge zuerſt der Braut und des Bräutigams anſichtig ward, welche ſie gern für ein treues Paar hielt, das ein grauſames Schickſal bisher getrennt hatte und nun entſchloſſen war, ſolchen Bemerkungen zu trotzen, denen ſich alle preis geben müſſen, welche die öf⸗ fentliche Aufmerkſamkeit in Anſpruch nehmen, um den Lohn ihrer ausdauernden Liebe und ihrer Selbſtverläugnung zu empfangen. Dieſe Theilnahme, welche anfangs ein ziem⸗ lich allgemeines und unbeſtimmtes Gefühl war, das ſich vornehmlich auf ihre eigene Lage und die Eigenſchaften ihres edlen Herzens gründete, wurde jedoch ungemein erhöht, als ſie die Braut näͤher und genauer in das Auge faßte. Die beſcheidene Miene, der verſchamte Blick, das ſchwere Athmen des Maͤdchens, deren perſönliche Reize die weit übertrafen, welche landliche Schönheiten in je⸗ nen Gegenden auszeichnen, wo das weibliche Geſchlecht nicht von den ſchwereren Arbeiten des Feldes ausgenommen