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„Alle Welt! der Burſche hat eben ſo viele gute Laune, als Schauſpieler⸗Gabe in ſich— dieſer Antoine Giraud. Schöne Adelheid, ſeht doch in der geſchriebenen Feſtanordnung nach, welche ſie uns gegeben haben, damit wir uns vergewiſſern, daß dieſer Handwerker⸗Hellebar⸗ dier uns keinen unrechten Namen genannt hat. Wir im Amte dürfen einem Vevayer nicht zu leicht trauen.⸗
„Es wird umſonſt ſeyn, fürchte ich, Herr Landvogt, denn in dem Verzeichniſſe ſtehen die Charaktere, aber nicht die Namen derer, welche ſie darſtellen. Der frag⸗ liche Mann ſtellt nach ſeinem Ausſehen und allen den andern Umſtänden Silen dar, wenn ich nicht irre.“⸗
„Gut, mag das ſeyn, wie Ihr wollt. Silen ſelbſt könnte ſeine Rolle nicht beſſer ſpielen, als dieſer Antoine Giraud es gethan hat. Gold wie Waſſer könnte der Burſche am Hofe des Kaiſers als Schauſpieler verdie⸗ nen, ließ er ſich nur rathen, ſich dahin zu begeben. Ich ſtehe auch dafür, er würde Pluto, oder Minerva, oder jeden andern Gott eben ſo gut darſtellen, als er dieſen Schurken Silen dargeſtellt hat.“
Die aufrichtige Bewunderung Peters, der, die Wahr⸗ heit zu ſagen, von der Gelehrſamkeit der Zeit, wie man ſich ausdruckt, nicht viel beſaß, lockte ein Laͤcheln auf die Lippe der ſchönen Tochter des Freiherrn, und ſie ſchaute umher, um das Auge Sigismunds zu treffen, dem alle ihre geheimen Gefühle, die des Schmerzes ſo wie die der Freude, ſo natürlich und ſo innig zugewendet waren. Aber das abgewendete Haupt, die ſtarre Aufmerkſam⸗ keit, und die faſt unbewegliche ſtatüengleiche Stellung, in welcher er daſtand, zeigte, daß ein mächtigeres Intreſſe


