ner Art wohlſtehend, oder meine Augen thun uns bei⸗ den unrecht.“
„Ich bin, wie Ihr geſagt habt, Monſieur le Ballli, ein Vevayer und einer, der unter unſern Handwerkern wohl bekannt iſt.⸗.
„Wahrlich, das ſieht man, trotz deiner Hellebarde. Du biſt, ohne Zweifel, ein Mann von ſeltner Einſicht und gründlicher Gelahrtheit rückſichtlich dieſer Spiele. Willſt du uns den Charakter nennen, der eben auf dem Eſel vorüberritt— den, der den Trunkenbold ſo gut geſpielt hat, meine ich. Sein Name iſt uns in dieſem Augen⸗ blicke aus dem Gedachtniß entſchwunden, obgleich ſein Gebahren uns ſtets gegenwärtig ſeyn wird, denn eine beſſere Darſtellung eines vom Trunk Überwaltigten wird man ſelten ſehen.“
„Der Herr ſey Euer Schirm, gnädiger Landvogt!
Dies iſt Antoine Giraud, der dicke Metzger von La Tour de Peil, und ein beſſerer Mann bei'm Becher lebt nicht in dem ganzen Waadtlande. Kein Wunder, daß er ſeine Rolle ſo auswendig gewußt hat; denn während die An⸗ dern in Büchern laſen, oder wie unbeholfene Rekruten von dem Schulmeiſter abgerichtet wurden, hatte Antoine wenig mehr zu thun, als dem Schlauch an ſeiner Seite zuzuſprechen. Wenn die Diener der Geſellſchaft fürch⸗ ten, er möchte die Feierlichkeit ſtöhren, ſo bittet er ſie, ſich nicht ſelbſt zum beſten zu haben, denn jeder Schluck den er nimmt, wird zur Ehre der Feier genommen, und er ſchwört bei Calvins Glauben, es werde mehr Wahr⸗ heit in ſeiner Darſtellung ſeyn, als in der irgend eines andern in der ganzen Geſellſchaft.⸗


