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ken und die Mädchen ließen die verſchiedenen Beſchäfti⸗ gungen der Sennerei ſehen, während ſich alle vereinig⸗ ten, den Kuhreihen*) der Gegend zu ſingen. Man glaubt allgemein, aber irrig, es gebe einen Geſang der unter dieſem Namen in der ganzen Schweiz bekannt ſey, während doch faſt jeder Kanton ſeinen eigenen Kuh⸗ reihen hat,*) welche alle in der Melodie, ſo wie in den Worten und ſelbſt in der Sprache, kann man ſagen, von einander verſchieden ſind. Der Ranz des Vaches) .der Waadt iſt in dem Patois des Landes, einer Mund⸗
„die aus Wörtern griechiſchen und lateiniſchen Ur⸗ dorun„ mit Celtiſchen gemiſcht, beſteht. Unſerm eige⸗ nen bekannten Liede ähnlich, das man uns zum Hohne zuſchob, welches aber eine glorreiche Geſchichte uns er⸗ mächtigte, beizubehalten, hat er zu viele Strophen, als daß wir ſie widerholen könnten. Wir wollen jedoch dem Leſer eine einzelne Strophe aus einem Liede mittheilen, welches durch das Schweizer Gefühl ſo berühmt gewor— den iſt und das den Bergbewohner in fremden Dienſten verleiten ſoll, die Söldner⸗Fahne und die zahmen Sce⸗ nen der Städte zu verlaſſen, um zu der prächtigen Na⸗
*) Der Schweizer⸗Ausdruck und auch der richtige, der „reihen“ in der Schweiz„holen, heimholen“ bedeutet, und durch deren Geſang die Kühe herbeigerufen werden.
Ueberſetzer.
**) Selbſt in den einzelnen Kantonen weichen Worte und Relodien oft ſehr von einander ab. Ueberſ. ***) Auch Ranz iſt deutſch⸗ſchweizeriſch und heißt der Ruf,⸗ der Schrei. Ueberſetzer.


