Teil eines Werkes 
1. Th. (1833)
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men zu des Landvogts Darſtellung zu erkennen, als be⸗ dürfe es keiner fernern Antwort.

Da kommen neue Feierlichkeiten, welche unſere Aufmerkſamkeit in Anſpruch nehmen, ſagte Melchior von Willading, der hinreichende Kenntniß von den An⸗ ſichten ſeines Freundes hatte, um ſein Stillſchweigen zu verſtehen.

Der nächſte Zug, der nun herankam, beſtand aus ſolchen, die ſich mit der Sennerei beſchäftigten. Zwei Kuhhirten führten ihre Thiere, und die einförmigen Töne ihrer ſchweren Glocken ſtimmten ergreifend und voll in die Muſik ein, welche regelmäßig jeden Zug begleitete, während eine Schaar von Sennerinnen und jungen Alp⸗ lern aus der Klaſſe, welche die Heerden auf den Som⸗ merweiden warten, folgte, und ein Wagen mit den Ge⸗ räthſchaften ihres Berufes den Beſchluß machte. Die Ausrüſtung dieſes kleinen Zuges ließ nichts zu wünſchen übrig. Die Sennen hatten den Melkſtuhl*) angeſchnallt; der eine trug den kleinen Milcheimer in der Hand, wäh⸗ rend der andere die Melchtere*) auf ſeinem Rücken trug, in welcher die Milch die Abhänge auf und nieder in die Sennhütte gebracht wird. Als ſie auf dem freien Platze ankamen, begannen die Küher ihre Kühe zu mel⸗

*) Eigentlich Melchſtuhl genannt, ein Stuhl mit ei⸗ nem Bein, worauf man beim Melken ſitzt. Ueberſetzer.

**) Hölzernes ovales Gefäs, mit einem Griff an der Mitte, um es zu tragen, in welches die Milch aus den kleinen Eimern geſchüttet wird. Ueberſ.

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