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dich, alter Uberto! Haſt du deine Dreſſur vergeſſen— haſt du keine Achtung vor deinem guten Namen?“
Der Italiener hielt ſich andrerſeits nicht bei ſolchen Einreden auf, ſondern warf ſich mit ſorgloſer Keckheit auf die Hunde, und kraft der Stöße und Hiebe, deren ſchwerſter Theil auf den Begleiter des Auguſtiners fiel, gelang es ihm, die Kämpfer zu trennen.
„Ha, Nettuno!“ rief er, ſobald dieſe kühne That vollbracht und er den in der heftigen Anſtrengung verlor⸗ nen Athem wieder ein wenig geſammelt hatte, mit der Strenge eines Mannes, der gewohnt iſt, ein ernſtes und unbedingtes Anſehen auszuüben:—„was haſt du vor? kannſt du keine beſſere Unterhaltung finden, als mit einem San Bernardo⸗Hund zu hadern? Schäme dich, thöriger Nettuno! du machſt mich ſchaamroth, Hund: du, der ſo viele Meere beſonnen beſchiffteſt, verlierſt deine Ruhe an einem kleinen Behälter ſüßen Waſſers!“
Der Hund, der wirklich ein edles Thier von der be⸗ kannten Neu⸗Fundland⸗Racge war, hängte ſeinen Kopf und gab Zeichen großer Zerknirſchung, indem er ſeinem Herrn zurutſchte und mit ſeinem Schweif den Boden fegte, waͤhrend ſein früherer Gegner ſich mit einer Art mönchiſcher Würde niederſetzte und von dem Redner auf ſeinen Feind blickte, als ſey er bemüht, die Vorwürfe zu begreifen, welche ſein mächtiger und wackerer Antagoniſt ſo zahm hinnahm.
„Vater,“ ſagte der Italiener, ⸗unſere Hunde ſind beide, jeder auf ſeine Art, zu nützlich, beide ſind zu gu⸗ ten Charakters, um Feinde zu ſeyn. Ich kenne Uberto von alter Zeit her, denn die Wege des St. Bernard


