Teil eines Werkes 
1. Th. (1833)
Einzelbild herunterladen

22

und ich ſind keine Fremdlinge, und wenn der Ruf dem Thiere nicht mehr als Gerechtigkeit widerfahren läßt, ſo war er keine müßige Range auf den Schneegefilden.

Er war das Werkzeug, durch welches ſieben Chriſten vom Tode gerettet wurden, erwiderte der Mönch und fing wieder an, ſeinen Hund mit freundlichen Blicken zu betrachten, denn anfangs war bitterer Vorwurf und ſtrenges Mißfallen in ſeinen Mienenum nicht von den Körpern zu reden, welche, nachdem der belebende Funke aus ihnen entflohen war, durch ſeine Thätigkeit gefunden wurden.

Was das letztere angeht, Vater, ſo können wir dem Thiere wenig mehr als guten Willen anrechnen. Schätzte man Dienſte nach dieſem Masſtab, ſo müßte ich ſeit langer Zeit der heilige Vater, oder wenigſtens ein Kardinal ſeyn. Es iſt jedoch keine ſchlechte Empfehlung für einen Hund, das Leben von ſieben Leuten gerettet zu haben, die ruhig in ihrem Bette ſterben können und Zeit haben, ihren Frieden mit dem Himmel abzuſchließen. Der Nettuno da iſt auf jede Weiſe würdig, des alten Uberto Freund zu ſeyn, denn ich habe ſelbſt zugeſehen, wie er dreizehn Ertrinkende aus den gierigen Rachen von Haifiſchen und andern Ungeheuern der tiefen See rettete. Wie iſt es, ſollen wir unter den Thieren Frie⸗ den ſtiften?

Der Auguſtiner drückte ſeine Bereitwilligkeit, ſo wie ſeinen Wunſch aus, ihm in einem ſo lobenswerthen Be⸗ ginnen beizuſtehen und durch Befehle und gute Worte kamen die Hunde, welche, nachdem ſie gegenſeitig die Bitterkeit des Krieges gefühlt hatten, zum Frieden geneigt

1