Teil eines Werkes 
1.-3. Bd. (1828)
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und Alles ſtoͤrzte mit einem furchtbaren Getoͤſe in die See. Taue, Rahen, Stage, Alles zerriß wie Zwirn, und der nackte Rumpf des Schiffes glitt fort und trotzte dem Sturm, wie wenn ſich nie etwas ſeiner Fahrt widerſetzt haͤtte. Dieſem Schreckniß folgte eine ſtumme und beredte Stille. Die Elemente ſelbſt ruhten, mit ihrem Werke zufrieden. Die Wuth des Sturmes ſchien gefeſſelt. Wilder ſprang auf den Schiffsbord und ſah deutlich die ungluͤcklichen Schlacht⸗ opfer, wie ſie ſich noch an ihre morſche Stuͤtze anklammer⸗ ten. Er ſah noch Earing, der mit einem Arme Lebewohl winkte, mit dem Muthe eines Mannes, der nicht nur das Verzweiflungsvolle ſeiner Lage fuͤhlte, ſondern ſein Schickſal mit Ergebung zu tragen wußte. Bald verſchwanden alle dieſe Truͤmmer von Maſten und Tauwerk mit Allen, welche ſich noch daran feſthielten, mitten im ſchrecklichen uͤbernatuͤr⸗ lichen Nebel, der uͤberall die See an die Wolken feſſelte.

Eine Schaluppe hinabgelaſſen! rief Wilder, ohne zu unterſuchen, wie unmoͤglich es jenen war, ſich durch Schwimmen zu retten, oder den Andern, ihnen in dieſer Todesnoth zu helfen.

Aber die ubriggebliebenen Matroſen ſtanden ſtarr und regungslos; ſie hoͤrten ihn nicht; ſie gaben keine Zeichen des Lebens von ſich, noch weniger des Gehorſams. Scheue Blicke warfen ſie ringsum; ſie ſuchten gegenſeitig in ihren Augen ihre Gedanken uͤber die Groͤße des Schreckniſſes zu leſen. Aber kein Mund oͤffnete ſich zur leiſeſten Be⸗ merkung.