Teil eines Werkes 
1. Th. (1850)
Einzelbild herunterladen

unmerklich anſteigenden Höhe hinaufzog und vielleicht fünfzig bis ſechszig Morgen Land umfaßte.

So weit in der Wildniß dieſer Fleck auch lag, ſah man vier Männer hier, von denen zwei ſogar der geſitteten Welt anzugehören ſchienen.

Die Wälder ringsum waren das damals unbevölkerte Waldgebiet von Michigan, und ein kleiner, ſich ſanft ſchlän⸗ gelnder Waſſerſtreifen, welchen man in der Ferne eben noch ſehen konnte, war ein Ausbug des Kalamazoo, eines ſchönen, kleinen Fluſſes, welcher weſtwärts fließt und ſeinen Tribut in das große Becken des Michigan See's ergießt. Dieſer Fluß iſt jetzt durch ſeine Dörfer und Meierhöfe, durch ſeine Mühlen und Eiſenbahnen bekannt, damals aber hatte man außer dem Wigwam des Indianers oder der gelegentlichen Waldhütte eines weißen Abenteurers nie eine menſchliche Wohnung an ſeinen Ufern geſehen. In jener Zeit war dieſe ganze ſchöne Halbinſel, mit Ausnahme eines kleinen Landſtreifens dem Detroit⸗Fluß entlang, welcher ſchon am Ende des ſiebzehnten Jahrhunderts von den Franzoſen geklärt worden, im wört⸗ lichen Sinn eine Wildniß. Wenn man einen weißen Mann dort ſah, war er ein indianiſcher Kaufmann oder ein Jäger, oder ein Abenteurer, welcher an dem Grenzer⸗Leben und den Sitten der Wilden Gefallen fand und ſich nach der Weiſe der Hinterwäldler beſchäftigte.

Dieſer Art waren zwei der oben erwähnten Männer in der Lichtung, während ihre Gefährten dem Stamme der Urbe⸗ wohner angehörten. Was merkwürdiger iſt, die vier Männer waren einander durchaus fremd, denn ſie hatten ſich eine Stunde vor dem Beginn unſerer Erzählung nie geſehen. Wenn wir ſagen, ſie ſeien einander fremd geweſen, wollen

6