Jahrgang 
5 (1851)
Einzelbild herunterladen

der Mitte und einige

fden blaſſen

prach, Ni⸗⸗ Abänderung ropylte den den wuͤhhe

ir ſie bei da hifee fanden, n, der Kapi⸗ euerbank, vor den Backhord ſen Hand

n Hungertoh

zu wollen leine Nannt

ner der Ma⸗

c. er Hi Trauer nuch

s vergrizert

1. Auf bei⸗

n, gſchjar⸗ kkler, grau⸗ keuchend und

tete auf ſeine ann zu ihn lleine M⸗ au eegreifen.

Spiegel de toſe riß d

rchlang es.

naten de

An und auf der See.

195

Robert errieth, was in ihnen vorging; krampfhaft ballte er die Fäuſte.

Wollen wir? rief der Norweger.

Statt der Antwort überſprang einer der Ma⸗ troſen die Ruderbänke; die beiden Anderen folgten.

Gott im Himmel, was wollt Ihr? rief der Kapitain, durch deſſen Kopf ein gräßlicher Gedanke flog. Das kleine Mädchen erhob ein herzzerreißendes Geſchrei.

Robert verſetzte dem Vorderſten der Seeleute einen Fauſtſchlag, daß er zurücktaumelte.

Habt Erbarmen, habt Erbarmen! jam⸗ merte Nordenſtern, die Hände ringend.

Her mit dem Balge! brüllte der Nor⸗ weger in fürchterlicher Wuth. Robert packte den Raſenden bei der Kehle, die beiden Män ner rangen mit einander und brachten dadurch die Schaluppe in ſo heftige Bewegung, daß ſie jeden Augenblick umzuſchlagen drohte.

Die Verzweiflung gab dem jungen Manne Rieſenkräfte; von allen Dreien erpackt, kämpfte er mit dem Muthe eines Löwen. Durch einen Schlag zum Wanken gebracht, taumelte er, fiel auf den Bord des Fahrzeuges und dann in die See.

Ein teufliſches Gelächter begleitete ſein Ver⸗ ſchwinden.

Nordenſtern verſuchte ſich zu erheben, fiel jedoch entkräftet zurück; ängſtlich umklammerte das Kind ſeinen Hals.

Her mit Dir! brüllte der Norweger, die Zähne fletſchend, und ergriff die langen gol⸗ denen Locken des Mädchens.

Das Wimmern des Kindes, als es von den gierigen Mördern nach vorn geſchleppt wurde, zerriß das Herz des Vaters. Ein Angſtruf, ähnlich dem Gebrüll der Löwin, welche ihr Junges tödten ſieht, durchzitterte die Luft. Der Norweger zog das Meſſer. Am Vorderſteven ſchwang ſich Robert wieder in das Boot.

Erfriſcht durch das von ſeinen Gegnern ihm bereitete unfreiwillige Bad, fühlte er verjüngte Kraft in Muskeln und Sehnen. Durch die gegenwärtige Lage ergrimmt, wuchs ſein Muth zu einer Art von Raſerei. Abermals griff er die wüthenden Mörder an.

Der Norweger holte zum Stoß aus, doch Robert bog aus und der Stich traf das dicke Fleiſch ſeines linken Armes. Ein warmer Quell ſprudelte aus der Wunde hervor.

Eine ſchnelle Bewegung Roberts war, den linken Arm an den Mund zu bringen, um den eigenen edlen Lebensſaft zu ſchlürfen; zugleich aber ergriff er mit der Rechten das Handgelenk des ſtaunenden Feindes.

Der eiſerne Griff des jungen Deutſchen

33*

preßte dem Norweger ein Schmerzensgeheul aus; er ließ das Meſſer, ſowie das Haar des Kindes fahren. Vergeblich bemühten ſich ſeine beiden Genoſſen, Robert niederzuwerfen. Nordenſtern kroch auf allen Vieren den Kämpfenden näher.

Die Entkräftung der Männer war zu groß, die Aufregung zu heftig, als daß dieſer Kampf auf Leben und Tod lange dauern konnte. Ro⸗ bert hatte dies wohl begriffen. Der ſonſt ſo ſanfte Menſch ward zum Wüthrich, die weit aufgeriſſenen Nüſtern ſchnoben hörbar und der durch den Mund ausgeſtoßene Athem glühte. Nachdem er die Fauſt des Norwegers losgelaſ⸗ ſen, begruben ſich die Finger ſeiner Rechten in deſſen Kehle, während er mit der linken Hand die andern beiden Matroſen abwehrte.

Durch die Bewegung des Bootes verloren Alle das Gleichgewicht. Der rieſige Menſch riß im Falle Robert auf ſich herab. Letzterer ſetzte ein Knie auf die Bruſt des überwundenen Feindes; ein heftiger Ruck ſeiner Linken, und ein Blutſtrahl überſtrömte Hände, Geſicht und Zeug des jungen Deutſchen. Der Norweger wälzte ſich röchelnd am Boden.

Unterdeß war es dem Kapitain Nordenſtern gelungen, die Streitenden zu erreichen. Die bei⸗ den einſt muskulöſen Arme über die Ruderbank ſtreckend, umklammerte er keuchend einen der beiden Matroſen und zog ihn zu ſich heran. Vergebens ſuchte ſich dieſer von ihm loszu⸗ machen, vergebens fielen die Fauſtſchläge dicht und ſchwer auf das Haupt des Kapitains; im⸗ mer feſter zog derſelbe ſeine Arme zuſammen.

Ich halte ihn, Robert! ſtöhnte er.

Letzterer hatte es jetzt nur noch mit einem Feinde zu thun. Nach wenigen Sekunden hatte er denſelben zu Boden gedruͤckt und ſtürzte ihn kopfüber in das Meer. Robert ergriff den Drit⸗ ten beim Kragen, der Kapitain ließ ihn fahren. Doch wie ein Aal entwand ſich der Matroſe ſeinen Händen, raffte das am Boden liegende Meſſer auf und warf es gegen Robert. Dieſer wich aus, die Klinge fuhr mehrere Zoll tief in das Holz einer Planke.

Zwei Fauſtſchläge warfen den Mann nieder.

Nordenſtern, welcher ſich auf die Kniee ge⸗ richtet hatte, ergriff den Gefallenen bei den Haaren, hob den Kopf auf den Bord, und mit übermäßiger Anſtrengung ſeiner letzten Kräfte den Körper des Ohnmächtigen nach. Bevor es noch Robert verhindern konnte, glitt auch dieſer

in das Waſſer.

Dank, Dankl flüſterte er, nach Luft ſchnappend. Lieber ein Mörder ſein, als das eigene Kind freſſen ſehen!

13*

:˖· ·,·,.,.,

1