Jahrgang 
1 (1851)
Einzelbild herunterladen

sſchnelle empor verbreitend gerade auf den dgleiter zu ne r des Parkes othigten ſie jesn war die guiß den von dem an eleuchtet, daß en, erkannt n zu werden. Reiterei war er Flammen ſhe aren in Verwi rohten und fünt ne gebot plöß

energiſche d

res Geliebten gahm, ihr Sch tterten. Ind 1 n leichter Weß Funkenregen ut ſo daß Soht

nde Kohlen

niedergeſchſ Stimme.

flüſterte Je Schritte heme eren. Vorwi eewungen, ir Sophie, vin ſank de ne. Iwan n e Verfolget

t nahen, N

utel,

Arme und 3

greunde il. i herbei i 1 4 P alle einem Wun urnnn

hur

der anſt

Eure F

Halt, Räuber! Was iſt das für ein Weib, das Ihr fortſchleppt?

Matthias und Iwan fuhren erſchreckt zu⸗ ſammen und richteten ihre Blicke auf den Fra⸗ genden. Sie ſahen einen hohen Reiter auf prächtig geſchmücktem Pferde ſeiner Schaar vor⸗ auseilen. Das Feuer des brennenden Holz⸗ ſtoßes fiel auf ſein finſteres Geſicht. Sie er⸗ kannten den General der Südarmee, Kiſſelew, den Gemahl Sophiens.

Fliehe, Matthias! ſchrie Iwan, ſeinen Freund vorwärts drängend. Wir alle ſind ret⸗ tungslos verloren, wenn Kiſſelew uns erkennt.

Aber Matthias hatte nicht die Kraft, ſeine ohnmächtige Geliebte weiter zu tragen. Näher kam Kiſſelew und die hinter ihm brauſende Reiterſchaar.

Ich will Euch das Leben ſchenken, Euch elenden Räubern, rief der General, wenn Ihr meine Gemahlin frei laßt. Ich komme, So⸗ phie, Dich zu retten! Fürchte Dich nicht!

Sophie ſchlug bei dieſen Worten die Augen wieder auf. Sie zitterte und bebte.

Es iſt vorbei, Matthias! flüſterte ſie. Ich kann nicht weiter fliehen. Wir müſſen Beide ſterben. Doch nein! fliehe Du! laß mich zurück!

Niel rief Matthias. Erſt will ich das Letzte verſuchen.

Er zog ein Piſtol aus ſeiner Bruſttaſche und zielte auf Kiſſelew. Der General hielt ſein Pferd an und erkannte ſeinen Nebenbuhler in demſelben Augenblicke. Iwan ſah, wie ſein Geſicht leichenblaß wurde vor Wuth, wie der Degen in ſeiner Fauſt zitterte.

Matthias drückte los, aber das Piſtol ver⸗ ſagte. Es war ein qnalvoller Augenblick. Der ganze Holzſtoß ſtand jetzt in Flammen, eine hohe Feuerſäule wirbelte zum dunklen Nachthimmel empor und warf ein dunkelglühendes Licht bis in die weite Ferne. Rings, ſo weit er blicken konnte, ſah Iwan feindliche Reiterſchaaren, die das Schloß in einem weiten Halbkreiſe umga⸗ ben. Vor ſich, kaum dreißig Schritt weit, ſah er Kiſſelew; hinter ihm eine Schwadron Dra⸗ goner. Das Infanteriebataillon, das er herbei⸗ gerufen, war noch hundert Schritt fern zu ſei⸗

5⁵

5

ner Linken. Von allen Seiten hörte er Salven und einzelne Schüſſe. Neben ihm ſtanden Mat⸗ thias und Sophie und einige Soldaten, von, denen einer nach dem andern dem Park zufloh.

Noch einmal, rief Kiſſelew, der ſich zur Ruhe und Mäßigung zu zwingen ſchien, fordere ich Euch auf, meine Gemahlin zu mir zurück⸗ zuführen. Ich verſpreche, daß den Räubern kein Leid geſchehen ſoll.

Matthias ſtand einen Augenblick mit irren⸗ dem Blicke da, als wiſſe er ſelbſt nicht, was er beginnen ſolle. Mit dem einen Arm ſtützte er noch immer die Geliebte.

Wir ſind keine Räuber! rief er dann plötzlich. Ihre Gemahlin iſt uns ſelbſt gefolgt. Wir erlauben ihr, zu Ihnen zurückzukehren.

Die Röthe finſteren Zornes flog über das Geſicht des Generals, der jetzt den wahren Zu ſammenhang zu ahnen ſchien.

Wenn dem ſo iſt, rief er mit gepreßter Stimme, ſo bitte ich Dich, Sophie, meine Ge⸗ mahlin, zu mir zurückzukehren. Wehe dem, der Dich zurückhalten ſollte.

Ein Schauder ergriff das geängſtigte Weib.

Brich Deinen Schwur, flüſterte ihr Mat⸗ thias mit zuckenden Lippen zu. Kehre zurück zu Deinem Manne! Er hat ein Recht auf Dich!

Sophie warf ihm einen unbeſchreiblichen Blick zu und richtete ſich ſtolz empor.

Ja, es iſt ſo! rief ſie dann mit lauter Stimme. Ich bin freiwillig den Männern ge⸗ folgt, die mich umgeben, und es ſteht mir frei, zurückzukehren. Aber ich will nicht. Ich bin es müde, ein Sklavenleben zu führen. Der

Mann, der neben mir ſteht, iſt Matthias Mu⸗

rajew⸗Apoſtol; Du kennſt ihn, Kiſſelew! Ihm habe ich vor wenigen Minuten Treue geſchwo⸗ ren bis an den Tod. Ich werde mein Wort halten. Richte Dich danach, Kiſſelew.

Sie lügt! rief der General zähneknir⸗ ſchend und ſeinem Roſſe wüthend die Sporen in die Seiten drückend, ſo daß es ſich hoch auf bäumte. Sie lügt. Laßt ſie los. Sie ſoll zu⸗ rück zu mir.

Ich lüge nicht! rief Sophie. Ich bin das Weib Murajews nach meinem eigenen Wil⸗