) 4—— V
18
ein höchſt muthvoller, energiſcher Mann. Ehe er nicht unſchädlich gemacht, und die übrige Schaar der Lazzaroni entwaffnet war, konnten die Republikaner das Kaſtell nicht das ihrige nennen.
Die Republikaner faßten deshalb einen kur⸗ zen Entſchluß. Carracciolo ging nach dem Hof des Kaſtells, auf den Luigi Brandi mit einer Schaar Lazzaroni ſtand und plauderte.
— Brandi, redete er ihn an, mein guter Freund, ich muß Dich ſchon früh ſtören, aber ich kann nicht helfen, das Kaſtell iſt ein zu wich⸗ tiger Punkt, wir müſſen die größte Aufmerkſam⸗ keit zeigen. Du weißt, die verdammten Jako⸗ biner haben ſchon einmal uns zu überrumpeln verſucht— nun, ſie ſind mit der langen Naſe abgezogen, denn wir kennen ihre Kniffe! aber Wachſamkeit iſt vor allen Dingen nöthig. Wir ſind unſer Wenige und dürfen uns die Feinde des Vaterlands nicht zu nah auf den Hals kom⸗ men laſſen. Ich finde es deshalb für gut, daß einige Patrouillen die Gegend um das Kaſtell herum unterſuchen, und damit ſie nicht etwa von den franzöſiſchen oder einheimiſchen Jako⸗ binern— Gott verdamme ſie!— abgeſchnitten werden, ſollſt Du ſie anführen. Ich vertraue auf Dich, Du wirſt ſie mir ſicher zurückbringen.
— Gewiß, Kommandant! antwortete Brandi geſchmeichelt, die Faullenzerei hier im Kaſtell iſt mir ohnehin ſchon zuwieder. Kommt, Kinder! Wir wollen eine Promenade machen!
Er wählte ſich ein halbes Hundert der tüch⸗ tigſten ſeiner Genoſſen aus, und zog mit ihnen aus dem Thor.
— Nun wollen wir auch die Poſten ver⸗ doppeln, ſagte Carracciolo. Mir ahnt faſt, als würden wir heute irgend Etwas zu beſtehen haben.
Es wurden zahlreiche Poſten ausgeſtellt, und zwar ſo, daß neben jedem Lazzaroni ein tüchti⸗ ger Republikaner ſtand.
Die Uebrigen verſammelten ſich ſorglos und unbewaffnet in einem der großen Gewölbe zur Frühmahlzeit.
— Aber ich habe Etwas vergeſſen! rief plötz⸗ lich Carracciolo, etwas höchſt Wichtiges! Rufe
den Brandi zurück, aber ſchnell, ſag ihm, er
möge eiligſt zurückkommen, aber allein, ich habe ihm eine wichtige vertrauliche Mittheilung zu machen. Wie konnte ich das nur vergeſſen! fügte er, ſich vor die Stirn ſchlagend, hinzu.
Dann ſtellte er ſich vor das Thor. Hinter den Pfeilern verborgen umgaben ihn Antonio Ferri und drei andere der ſtärkſten Republi⸗ kaner.
Luigi Brandi kam im ſchnellen Laufe zurück. Caracciolo öffnete ihm ſelbſt das Thor und ſchloß es ſogleich hinter ihm wieder zu. Im nächſten Augenblick war Brandi von den Re⸗ publikanern ergriffen und geknebelt. Beſtürzt über den plötzlichen Angriff vermochte er keinen Widerſtand zu leiſten und wurde in eines der tiefſten Gewölbe abgeführt.
Keiner von den Lazzaroni hatte das Ge⸗ ringſte bemerkt. Antonio und die übrigen Re⸗ publikaner griffen zu den Waffen und eilten dem Speiſeſaal zu.
Ein gellender Pfiff erſchallte. verabredete Zeichen.
Jeder von den Republikanern, die Wache ſtanden, ſetzte ſeinem Genoſſen das Gewehr auf die Bruſt. Antonio mit ſeinen Begleitern ſtürzte ſich in den Saal. Die Verwirrung war zu groß, als daß die Lazzaroni, unbewaffnet und unvorbereitet, an Widerſtand hätten den⸗ ken können.
In wenigen Minuten war das Kaſtell in den Händen der Republikaner. Ein und dreißig Mann hatten hingereicht, das feſte Kaſtell in die Hände der Freunde der Freiheit zu bringen. Glückwünſchend drückten ſie einander an die Bruſt. Eine großere Anzahl von Freunden, die in der Umgebung des Kaſtells mit klopfen⸗ den Herzen den Ausgang des Wageſtücks er⸗ wartet hatten, ſtrömten jubelnd durch das geöff⸗ nete Thor.
Die königliche Fahne wurde indeſſen noch nicht von der Zinne des Kaſtells abgenommen.
Es war das
Noch galt es, die Lazzaroni in der Stadt zu
täuſchen und einen Angriff von dorther zu ver⸗ meiden. Auch dieſe Liſt gelang; denn man glaubte den Lazzaroni, die mit Luigi Brandi patrouillirt hatten, nicht.
Ein Bote wurde augenblicklich zum General
hamdie lichen nichtigen
Nun Seine2 a Carr (uigia gleitete des Ka ſchreite
Si Thuͤr Schei glück
A
Fücken Gewö K
lächeln ſtandle


