Teil eines Werkes 
2. Bd. (1849)
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viel an Roswell Gardiner und ſeine Bewerbung dachte. Es war daher ganz natürlich, daſt ſie die mehrfachen Anfragen in Betreff eines letzten Willens ganz unbeachtet ließ. Da ſich ihr der Gegenſtand nun aber in dieſer Weiſe darſtellte, ſtand ſie auf, ging in ihr Gemach und kam bald mit dem Papier in der Hand zurück.

Herr Job und der wohlehrwürdige Herr Whittle zumal erboten ſich, ſie von dieſer Laſt zu befreien, und es gelang dem Erſteren durch eine ziemlich kecke Bewegung wirklich, ſich des Schatzes zu bemächtigen.

Der Umſchlag hatte die gewöhnliche Form eines Geſchäfts⸗ briefes, war mit Siegelwachs beſiegelt und trug die Ueberſchrift: An Herrn Noswell Gardiner, Capitän des Schoners, der Seelöwe genannt, und jetzt auf einer Reiſe begriffen.

Dieſe Aufſchrift wurde der erſtaunten Geſellſchaft laut vorgeleſen, demungeachtet begab ſich Herr Job Pratt ſehr ruhig daran, den Umſchlag zu öffnen, gerade als wäre das Schreiben an ihn ſelbſt gerichtet.

An dieſem entſchloſſenen Gehaben nahmen Miſtreß Martin und Miſtreß Thomas und der wohlehrwürdige Herr Whittle in einem gewiſſen Sinne Theil, denn ſie traten möglichſt nahe heran und die beiden Frauen waren ſo eifrig, daß ſie bei dem Aufbrechen des Siegels hilfreiche Hand leiſteten.

Wenn dieſer Brief an mich gerichtet iſt, ſagte Roswell Gardiner mit feſter, eindringlicher Stimme,ſo ſpreche ich das Recht an, ihn ſelbſt zu öffnen. Es iſt ungewöhnlich, daß die, an welche ein Brief nicht gerichtet iſt, ein ſolches Geſchäft übernehmen.

Er kommt aber von dem Decan Pratt, rief Miſtreß Martin,und enthält vielleicht das Teſtament.

Und in einem ſolchen Falle kann ich doch wohl für