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Mary ſchüttelte den Kopf, ihr Antlitz war verdüſtert, denn die Scene mißfiel ihr.
„Keines der Anweſenden weiß alſo von einem Papiere, welches der Decan zu dem Behufe hinterlaſſen hat, daß es nach ſeinem Tode geöffnet werde?“ fragte der wohlehrwürdige Herr Whittle und ſchaute in dem Kreiſe umher.
„Ein Papier?“ rief Mary haſtig.„Ja, ich weiß etwas von einem Papier, ich glaubte, Ihr ſprecht von einem Teſtamente.“
„Leſtamente werden heutzutage gewöhnlich auf Papier geſchrieben, Miß Mary. Ihr habt alſo ein Papier?“
„Mein Oheim hat mir ein Papier gegeben und geſagt, ich möchte es bis zu Roswell Gardiner's Rückkehr anfheben, und es dieſem geben, wenn er ſelbſt dann nicht mehr am Leben ſein ſollte.“ Das ſchöne Mädchen erröthete bis an die Schläfen, und ſchien jetzt mit mehr Ruhe und Umſicht zu ſprechen.„Da ich das Papier Roswell geben ſollte, glaubte ich ſtets, es bezöge ſich auf ihn. Mein Oheim erwähnte deſſelben noch an dem Tage vor ſeinem Tode.“
„Dieß iſt ohne allen Zweifel das Teſtament,“ rief der wohlehrwürdige Herr Whittle mit frohlockenderer Stimme, als es ſeinem Amte und Berufe zuſtand.„Glaubt Ihr nicht, dieß ſei das Teſtament des Decans Pratt, Miß Maxy?
Mary hatte nie an etwas dieſer Art gedacht. Sie wußtg⸗ daß ihr Oheim ſie gern mit Noswell verbunden geſehen hätte und glaubte ſtets, das Papier, welches ihr in einem an ihren Geliebten überſchriebenen Umſchlag behändigt worden, enthalte ſeine Wünſche in dieſem ihr ſo nahe liegenden Betreff und nichts weiter.
Mary Pratt dachte kaum an ihres Oheims Vermögen und noch weniger an eine deßfallſige Verfügung, während ſie


