Teil eines Werkes 
1. Bd. (1849)
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Dennoch mahnte ihn die Schicklichkeit, um nicht zu ſagen der Einfluß der öffentlichen Meinung, dieſes großen Hebels der ganzen Geſellſchaft puritaniſcher Abſtammung, in den Vorſchlag ſeiner Nichte zu willigen.

„Es iſt ein ſo weiter Weg nach dem Hafen, Mary,“ warf der Oheim nach einer längern Pauſe ein.

„Boote gehen oft dahin ab, und in wenigen Stunden ſind ſie zurück.“

„Ja, ja— Boote, ich weiß aber nicht, ob es erlaubt iſt, an einem Sabbat das Ruder zu brauchen, Kind.“

„Ich glaube, es iſt erlaubt an dem Tage des Herrn Gutes zu thun.“

„Ja, wenn man gewiß wüßte, daß man dem Kranken damit etwas Gutes thut. Sage iſt ohne Zweifel ein trefflicher Doctor, ſo gut wie irgend Einer, der in dieſer Gegend lebt, faſt immer aber iſt das Geld, welches man ſür Doctor⸗ gebräu ausgibt, weggeworfen.“

„Dennoch iſt es, glaube ich, unſere Pflicht, einem Mit⸗ menſchen in ſeiner Noth Hilfe zu reichen, und Daggett wird, fürchte ich, dieſe Woche nicht überleben, wenn er ja den nächſten Tag erlebt.“

„Es würde mir leid thun, wenn er ſterben ſollte!“ rief der Decan, und man ſah es ihm an, daß ihn dieſe Nachricht wirklich bekümmerte.—„Wahrhaft leid würd' es mir thun wenn er— gerade jetzt ſterben ſollte!“

Die Worte„gerade jetzt“ kamen ohne Vorbedacht und in einer Weiſe heraus, welche die Nichte bedauern ließ, daß ſie überhaupt laut geworden waren. Sie waren jedoch heraus, und'der Decan ſah, daß er zu offenherzig geweſen. Das Ver⸗ ſehen war nicht mehr gut zu machen, und er mußte es hinge⸗ ſtellt ſein laſſen, welchen Sinn Mary ſeinen Worten unterlegte.