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verfolgt. Es that ihr leid, daß ihr Oheim ſich in ſeinem ſpäten Alter in ein Geſchäft einließ, von welchem er nichts verſtand. Noch leider that es ihr, daß ein Mann, welcher ihr in Folge der Gewohnheit, wenn nicht ſittlicher Gefühls⸗ übereinſtimmung, theuer war, die wenigen Stunden, welche ihm blieben, um ſich zu dem letzten Wechſel vorzubereiten, mit dem Beſtreben vergeudete, ein Vermögen zu ſteigern, welches für ſeine Bedürfniſſe mehr als ausreichend wgy.
Dieſer Gedanke ſchmerzte ſie vor Allem tief, denn Mary
war die Frömmigkeit ſelbſt, und ihr Gewiſſen ſo zart und empfindlich, daß ihr Lebensglück, wie wir bald ſehen werden, weſentlich dadurch beeinträchtigt wurde, während ihr Oheim nur ein— Decan war. Ein Decan ſein, und der Liebe Gottes und der Liebe unſeres Nächſten, welche, wie man ſagt, ein Ausfluß der Liebe Gottes iſt, zugethan ſein, ſind zwei ganz verſchiedene Dinge, ſie vertragen ſich wohl mit einander, aber ſie ſind nicht eins und daſſelbe.
Mary hatte dieß ſehen müſſen, obgleich ſie ſich alle mög⸗ liche Mühe gab, dem Manne gegenüber, welcher ihr dieſe unerfreuliche Lehre aufnöthigte, blind zu ſein.
Die Freude unſerer Heldin— denn als ſolche kündigen wir Mary Pratt hiermit an— hatte ihren Grund in der Beförderung, welche Roswell Gardiner zu Theil ward. Ihr Herz klopfte oft hoch, wenn ſie von ſeinem guten Verhalten als Seemann hörte, wie man ſich denn ſtets nur lobend äußerte, wenn man ſeiner Berufslaufbahn überhaupt gedachte. In dieſer Beziehung war er fleckenlos, wie ganz Suffolk wußte und zugeſtand. Auf Oyſter⸗Pond galt er ſelbſt für eine Art Seelöwen, ſo zahlreich und erregend waren die Bei⸗ ſpiele, welche man ſich von ſeiner Kühnheit als Wallfiſchjäger erzählte.
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