Teil eines Werkes 
1. Bd. (1849)
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weiht ſind, werden wir uns jedes Urtheils darüber enthalten müſſen, ob der Mann zu der Decanswürde gelangt, weil er in guten Umſtänden iſt, oder ob die guten Umſtände eine Folge der Decanswürde ſind; gewiß iſt es, daß Beides gewöhnlich vereinigt iſt, über die Frage, was die Urſache und was die Wirkung ſein möge, mögen klügere Köpfe entſcheiden.

Decan Pratt war keine Ausnahme von der Regel. Dieſe fromme Seele war der filzigſte Sünder in der ganzen Graf⸗ ſchaft, und während er nach dem Ebenbilde Gottes geſchaffen war, widmete er ſich, mit Herz und Hand, dem täglichen Anwachſe ſeiner weltlichen Habe. Demungeachtet ſprach Nie⸗ mand wegwerfend von dem Decane. Er hatte ſich ſo innig mit der Kirche,Bethaus wäre der geeignetere Ausdruck, der Umgebung verwebt, daß es für einen Angriff gegen das Chriſtenthum gegolten hätte, wenn ſeiner verächtlich gedacht worden wäre.

Allerdings hatte mancher unglückliche Mitbürger in Suf⸗ folk fühlen müſſen, wie tief des Decans Hand da, wo ſie zugriff, in das Fleiſch eindrang; man kann aber die unerbitt⸗ lichſten Erpreſſungen in einer Weiſe verüben, welche nicht nur die Welt zu täuſchen im Stande iſt, ſondern wirklich den Erpreſſer ſelbſt irre zu leiten ſcheint. Phraſen treten an die Stelle von Thaten, Gefühle an die von Handlungen, und Grimaſſen an die wohlwollender Blicke, und dieß Alles geht ſo fein und unverſchämt vor ſich, daß der Unglückliche oft glaubt, er ſei das Opfer einer ſchweren Heimſuchung des Himmels, während er eigentlich nur beſtohlen worden iſt.

Wir wollen jedoch nicht behaupten, Decan Pratt ſei ein Dieb geweſen. Er war bloß ein in der Handhabung ſeiner Geſchäfte harter Mann, er betrog nie in dem ſtrengen Sinne